Tag des Rühreis in Deutschland – 28. Dezember

Freundinnen und Freunde der gepflegten Eierspeise. Seit 2020 feiern wir in Deutschland den 28. Dezember als bundesweiten Tag des Rühreis. Grund genug, die Geschichte dieses kulinarischen Anlasses aus der Küche der kuriosen Feiertage aus aller Welt mit dem folgenden Beitrag zu erzählen. Guten Appetit.

Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage - 28. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 1
Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage – 28. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 1

Wann ist Tag des Rühreis?

Seit 2020 feiert Deutschland den bundesweiten Tag des Rühreis immer am 28. Dezember.

Wer hat den Tag des Rühreis ins Leben gerufen?

Der Tag des Rühreis ist eine Erfindung bzw. Idee des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt. Falls also jemand nach dem Urheber dieses Ehrentages der Eierspeise fragt, kann er/sie gerne auf diese Quelle verweisen.

Tatsächlich scheint bisher niemand – auch die zahlreichen US-amerikanischen Food Holiday-Sammlungen – nicht auf die Idee für einen solchen Anlass gekommen sein. Dementsprechend nehme ich die Sache selbst in die Hand und erkläre 2020 den 28. Dezember zum bundesweiten Tag des Rühreis.

Weshalb fällt der bundesweite Rührei-Tag auf den 28. Dezember?

Tatsächlich gibt es keine konkrete Begründung für die Wahl des 28. Dezember als Datum für den Rührei-Tag. Vielmehr ist es eine kalendarische Setzung, die lediglich unter der Prämisse eines Termins zwischen den Jahren und vor dem Internationalen Tag des Frühstückspecks (engl. International Bacon Day) gewählt ist.

Insofern gibt es auch keine direkte inhaltliche Verbindung zum parallel am 28. Dezember in den USA gefeierten Ruf-einen-Freund-an-Tag (engl. Call a Friend Day), dem Tag der Feiertags-Verschnaufpause (engl. Holiday Breather Day), dem nationalen Pralinen-Tag (engl. National Chocolate Candy Day) oder dem Tag des Kartenspiels (engl. National Card Playing Day).

Küchenwissen: Fragen und Antworten rund um das Rührei

Das Rührei gilt als eine der beliebtesten Eierspeisen überhaupt (siehe dazu auch den Beitrag zum internationalen Welt-Ei-Tag (engl. World Egg Day) am zweiten Freitag im Oktober). Aus gutem Grund. Denn es ist schnell bzw. einfach zubereitet, lässt sich zu verschiedenen Mahlzeiten servieren und deckt aufgrund vieler möglicher Zutaten ein breites geschmackliches Spektrum ab. Darüber hinaus ist es natürlich vor allem auch lecker.

Daher im Folgenden eine Liste der häufigsten Fragen und Antworten rund um das Rührei bzw. seine Zubereitung. Guten Appetit.

Was bedeutet Rührei?

Im deutschsprachigen Raum bezeichnet Rührei ein einfaches und herzhaftes Gericht aus in der Pfanne gegarten Eiern. In Österreich firmiert dasselbe Gericht auch unter der Bezeichnung Eierspeise oder Eierschmalz (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Was ist der Unterschied zwischen Rührei und Omelett?

Beide Gerichte sind in ihrer Zubereitung sehr ähnlich, denn sowohl das Rührei als auch das Omelett bestehen wesentlich aus Eiern, die in einer Pfanne aufgeschlagen werden, um dann bei mittlerer Hitze Eiweiß und Eigelb zu einer Masse zu verrühren.

Trotzdem gibt es einen zentralen Unterschied: Während beim Rührei die Eiermasse in der Pfanne verrührt bzw. geteilt wird, wendet man sie klassischen beim Omelette lediglich einmal um und brät sie als Ganzes von zwei Seiten an (siehe dazu auch den Beitrag zum US-amerikanischen Nicht-alle-Eier-fürs-Omelett-Tag (engl. National Don’t Put all your Eggs in One Omelet Day) am 9. Juli).

Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage - 28. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 2
Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage – 28. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 2

Wie bereitet man ein Rührei zu?

Die Zubereitung von Rührei ist relativ einfach. Dazu schlägt man die gewünschte Anzahl an Eiern auf und gibt die Eiermasse in eine Pfanne. Dort verquirlt man sie und stockt das Ei bei milder Hitze mit Butter oder Pflanzenöl. Wahlweise kann man diese auch schon in diesem Schritt mit Salz und Pfeffer würzen, viele Rezepturen empfehlen dies aber für einen späteren Zeitpunkt, um so ein Auswässern zu verhindern.

Das zunächst flüssige Ei wird in der Pfanne dann so lange gerührt bzw. gewendet, bis kleinere Klumpen entstehen. Bei mittlerer Hitze benötigt eine mittlere Portion Rührei ca. zwei bis drei Minuten. Je nachdem, wie man sein Rührei dann bevorzugt, kann man die Größe dieser Stückchen durch Zerkleinern mit dem Pfannenwender variieren. Für eine cremigere Konsistenz der Eiermasse lässt sich hier auch frische Sahne oder Crème fraîche unterrühren. (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Wann ist ein Rührei durch?

Der richtige Zeitpunkt, um das fertige Rührei aus der Pfanne auf den Teller zu servieren, hängt natürlich erstmal vom eigenen Geschmack ab. Als Faustregel kann man sich aber merken, dass die Eiermasse aus der Pfanne sollte, wenn sie noch glänzend und etwas feucht ist. Durch die vorhandene Resthitze gart das fertige Rührei dann auch noch auf dem Teller (oder in einem separaten Behältnis) nach (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Tipp: Wer seinem Rührei ein kräftiges Gelb verpassen möchte, sollte die gestockte Eiermasse nochmals kurz mit etwas hochwertigem Olivenöl anbraten (siehe dazu auch den Beitrag zum Tag des Olivenöls Extra Vergine (engl. National Extra Virgin Olive Oil Day) am 30. September).

Warum wässert das Rührei?

Tatsächlich gibt es eine biochemische Erklärung für das Wässern des Rühreis. Denn ab einer Temperatur von ca. 60 Grad Celsius verklumpen die Proteine der Eier und umhüllen dabei die Wassermoleküle. Aus diesem Grund sollte man sein Rührei auch nicht zu heiß in der Pfanne braten, da die Eiermasse immer mehr an Flüssigkeit verliert und eine gummiartige Konsistenz bekommt (siehe dazu auch den Beitrag zum US-amerikanische Tag der Eier (engl. National Egg Day) am 3. Juni und dem Brate-Eier-auf-dem-Gehweg-Tag (engl. Sidewalk Egg Frying Day) am 4. Juli).

Weshalb gibt man Milch in das Rührei?

Es hält sich die hartnäckige Behauptung, dass die Zugabe von Milch das Rührei cremiger bzw. fluffiger machen soll. Tatsächlich sorgt sie in der Regel aber eher dafür, dass die Eiermasse verwässert und beim Braten schneller eine gummiartige Konsistenz bekommt.

Behält man diesen Umstand beim Braten der Eier aber im Hinterkopf, so kann man mit etwas Milch die Masse aus Eigelb und Eiweiß strecken, um so eine größere Portion Rührei zu machen. Gerade wenn einige Eier fehlen, ist dies eine gute Alternative (siehe dazu die Beiträge zum US-amerikanischen Tag der Milch in den USA (engl. National Milk Day) am 11. Januar und dem Weltmilchtag (engl. World Milk Day) am 1. Juni).

Welche Beilagen gehören zum Rührei?

Typische Beilagen zum Rührei sind gebratener Speck, frische Pilze oder verschiedene Kräuter. Dabei sind der eigenen kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. So finden sich zahlreiche Rührei-Rezepte, die diese Eierspeise mit Gemüse, Fleisch, Tomaten, Baked Beans usw. erweitern.

Auch die Kombination mit Würstchen oder einfach einer Ladung Ketchup erfreut sich großer Beliebtheit (siehe dazu auch den Beitrag zum US-amerikanischen Ketchup-Tag (engl. National Ketchup Day) am 5. Juni).

Wie serviert man Rührei?

Es hängt immer etwas davon ab, wo und zu welcher Mahlzeit das Rührei auf den Tisch kommt.

Zum Frühstück wird Rührei oft mit Toast, Speck, Räucherlachs, Rösti, Mais, Pfannkuchen, Schinken oder Würstchen auf einem einfachen Teller serviert. Würzige Beigaben wie Ketchup, scharfe Saucen oder Worcestershire-Sauce gibt es separat dazu.

Etwas nobler geht es in gehobenen Küche zu. In der klassischen Haute Cuisine gehört ein Rührei in einer tiefen Silberschale serviert. Alternativ gibt es das Rührei aber auch in kleinen Croustades aus ausgehöhltem Brioche oder Törtchen.

Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage - 28. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 3
Tag des Rühreis in Deutschland. Kuriose Feiertage – 28. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 3

In diesem Sinne: Guten Appetit und Euch allen einen entspannten Tag des Rühreis. Egal ob in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. :)

Weitere Informationen und Quellen zum bundesweiten Tag des Rühreis am 28. Dezember