Tag des Olivenöls Extra Vergine – National Extra Virgin Olive Oil Day in den USA

Fans des hochwertigen Speiseöls feiern den 30. September als US-amerikanischen Tag des Olivenöls Extra Vergine (engl. National Extra Virgin Olive Oil Day – EVOO Day). Grund genug, diesen Food Holiday aus den Vereinigten Staaten mit einem eigenen Beitrag im Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt zu würdigen. Worum geht es bei diesem Ehrentag für das besonders hochwertige Olivenöl?

Tag des Olivenöls Extra Vergine - National Extra Virgin Olive Oil Day in den USA. Kuriose Feiertage - 30. September 2019 (c) Sven Giese
Ein Teller mit Olivenöl der Qualitätsklasse Extra Vergine.

Wer hat den National Extra Virgin Olive Oil Day ins Leben gerufen?

Im Gegensatz zu vielen anderen kulinarischen Feiertagen aus den Vereinigten Staaten sind die Ursprünge bzw. Hintergründe des Extra Virgin Olive Oil Day relativ gut dokumentiert. So geht dieser Ehrentag des Olivenöls der Qualitätsstufe „extra vergine“ auf die US-amerikanische Autorin und Olivenöl-Expertin Carol Firenze und das Jahr 2016 zurück. Firenze setzt sich unter dem Label The Passionate Olive sowohl für den Gebrauch als auch die Wissensvermittlung bezüglich hochwertiger Speise- und Olivenöle ein (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Warum fällt der Tag des Olivenöls Extra Vergine auf den 30. September?

Demgegenüber konnte ich im Zuge der Recherchen für den vorliegenden Beitrag allerdings nicht herausfinden, weshalb sich Firenze ausgerechnet den 30. September als Datum für en EVOO Day ausgesucht haben. Ob es hier einen biografischen Bezug gibt oder dieser Termin etwas mit dem Publikationsdatum ihres Buches The Passionate Olive zu tun hat, konnte ich im Zuge der Recherchen für den vorliegenden Beitrag (noch) nicht herausfinden.

Insofern liegt es zwar im Bereich des Möglichen, dass hier der ebenfalls am 30. September begangene Internationale Podcast-Tag (engl. International Podcast Day), der Hieronymustag bzw. Internationaler Übersetzertag  (engl. International Translation Day) oder der US-amerikanische Tag des Kaugummis (engl. National Chewing Gum Day) eine Rolle gespielt haben; für sonderlich wahrscheinlich halte ich eine solche Verbindung allerdings nicht.

Küchenwissen: Wodurch „Extra Vergine“-Olivenöl aus?

Olivenöl ist gleich Olivenöl? Von wegen. Auch bei den Olivenölen lassen sich verschiedene Qualitätsstufen unterscheiden, wobei das Olivenöl extra vergine als das Öl mit der höchsten Qualität gilt. Bedingt ist dies primär durch ein spezielles Pressverfahren und die Behandlung der Oliven. Aber der Reihe nach.

Güteklassen und Qualitätsstufen von Olivenöl

Mit Blick auf die Güteklassen bezeichnet der Zusatz extra vergine bzw. extra native die höchste, im Handel erhältliche Qualitätsstufe, die ein Olivenöl erreichen kann. Dabei leitet sich besonders jungfräulich, so die wörtliche Übersetzung von dem Umstand ab, dass bei der Herstellung bzw. Pressung ausschließlich naturbelassenes Öl zur Verwendung kommt.

Wie wird Olivenöl „extra vergine“ hergestellt?

Wie einleitend bereits angedeutet, liegt das „Geheimnis“ dieses Olivenöls im Herstellungsverfahren, das gegenüber anderen Olivenölen deutlich höheren Qualitätsansprüchen unterliegt. Diese Sorgfalt beginnt schon bei der Auswahl bzw. Ernte der Oliven selbst, die von Hand gepflückt und transportiert werden (siehe dazu auch den Beitrag zum US-amerikanischen Tag der Olive (engl. National Olive Day) am 1. Juni).

Innerhalb von nur acht Stunden erfolgt dann eine aufwendige bzw. schnelle Kaltpressung bei ca. 20 Grad Celsius, wobei die geernteten Oliven im Gegensatz zu herkömmlichen Olivenölen nur einmal das Press- bzw. Filterungsverfahren durchlaufen. Das so gewonnene Öl lässt sich über einen Zeitraum von ca. 18 Monate in Glasflaschen halten, wobei diese häufig dunkel getönt sind, um die wertvollen Inhaltsstoffe vor Licht zu schützen.

Qualität hat ihren Preis: Wie teuer ist ein „extra natives“ Olivenöl?

Dieser aufwendige Herstellungsprozess bedingt dann auch den im Vergleich zu Discounter-Produkten relativ hohen Preis für „extra natives“ Olivenöl. Hier reicht die Preisspanne bis zu 25 Euro für eine 750 Milliliterflasche, wobei hier auch das Bio-Siegel und das jeweilige Herstellungsland eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Besonders beliebt sind Olivenöle aus Italien und Griechenland. In einigen deutschen Städten finden sich inzwischen aber auch Hersteller mit einer eigenen Herstellung hochwertiger Öle.

Qualität ist gesund: „Extra vergine“ Olivenöl als hochwertige Zutat beim Kochen

Wer beim Kauf von Olivenöl aber bereit ist, in die höchste Qualitätsstufe zu investieren, bekommt nicht nur eine köstliche, sondern vor allem auch gesunde Zutat. Extra natives Olivenöl weist im Gegensatz zu anderen Güteklassen einen sehr niedrigen Säuregehalt von lediglich bis zu 0,8 Gramm pro 100 Gramm auf und verfügt durch die schonende Kaltpressung über einen hohen Anteil an Mineralien und Vitaminen (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

In diesem Sinne: Guten Appetit und Euch allen einen tollen EVOO Day. Egal ob in den Vereinigten Staaten, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. :)

Weitere Informationen zum Tag des extra nativen Olivenöls in den Vereinigten Staaten