Tag des Champagners in den USA – der amerikanische National Champagne Day

Champagner gilt als eines der edelsten Getränke überhaupt. Insofern verwundert es auch nicht weiter, dass der kulinarische Rahmenkalender unserer US-amerikanischen Nachbarn dem Schaumwein mit dem National Champagne Day (dt. Tag des Champagners) einen eigenen Ehrentag zuweist. Grund genug, diesem Anlass am heutigen 31. Dezember im Rahmen der kuriosen Feiertage aus aller Welt nachzugehen und seine Geschichte mit den folgenden Zeilen zu erzählen.

Kuriose Feiertage - 31. Dezember -Tag des Champagners in den USA – der amerikanische National Champagne Day (c) 2016 Sven Giese-1

Kuriose Feiertage – 31. Dezember -Tag des Champagners in den USA – der amerikanische National Champagne Day (c) 2016 Sven Giese

Wer hat den National Champagne Day ins Leben gerufen?

Wie bei so vielen anderen Ehrentagen für alkoholische Getränke aus den Vereinigten Staaten gilt leider auch im Falle des National Champagne Day, dass sehr wenig über seine Ursprünge bzw. Hintergründe bekannt zu sein scheint.

Zwar listen so ziemlich alle bekannten US-amerikanischen Websites und Online-Portale diesen nationalen Champagner-Ehrentag, konkrete Angaben über einen möglichen Urheber oder das Ursprungsjahr finden sich hier in der Regel aber nicht.

Warum fällt der US-amerikanische Champagner-Ehrentag auf den 31. Dezember?

Diese Unklarheit setzt sich dann auch bei der Wahl des Datums fort. Angesichts des global praktizierten Brauchs, am 31. Dezember mit einem edlen (alkoholischen) Getränk auf das neue Jahr anzustoßen erscheint dieser Termin zwar einleuchtend. Eine konkrete Begründung findet sich aber nicht.

Erschwerend hinzukommt, dass mit Blick in den Jahreskalender der kuriosen Feiertage gleich eine ganze Reihe von Champagner-Ehrentagen gelistet sind. Folgende Termine stehen zur Auswahl:

  • August: Tag des Champagners (angeblich in Frankreich, wahrscheinlicher aber ein Produkt der US-amerikanischen Grußkartenindustrie)
  • Oktober: Global Champagne Day (seit 2009 mit flexiblem Datum immer um den 20. Oktober herum)
  • Oktober: National Champagne Day in den USA

Angesichts des oben genannten Brauchtums erscheint mir die Wahl des 31. Dezember auf jeden Fall am ehesten einzuleuchten.

Ob es darüber hinaus eine inhaltliche Verbindung zum ebenfalls heute begangenen Bitte-nicht-stören-Tag (engl. No Interruptions Day), dem astrologischen Unglückstag (engl. Unlucky Day), dem Entscheide-Dich-endlich-Tag (engl. Make Up Your Mind Day). oder dem Essig-Tag (engl. National Vinegar Day) gibt, bleibt ebenfalls unklar.

Schaumwein-Wissen: Ein paar Daten rund um das festlichste aller Getränke

Wie es die Zwischenüberschrift bereits andeutet, gilt der Champagner nach wie vor als eines der edelsten und feierlichsten Getränke der Welt. Und das mit recht hohem Verbrauch: So werden jedes Jahr weltweit ca. 2,5 Millionen Hektoliter Champagner – dies entspricht ca. 330 Millionen Flaschen – abgefüllt und mit einem jährlichen Umsatz von ca. 4 Milliarden Euro verkauft.

Insofern scheint die profane Bezeichnung Schaumwein eigentlich nicht ganz angemessen. Aber was zeichnet den Champagner nun aus? In erster Linie die im Wein gelöste Kohlensäure (Kohlendioxid), die erst nach Abfüllung bei einer zweiten Gärung in der Flasche entsteht (franz. Méthode traditionnelle oder: Méthode champenoise). Dementsprechend – dies gilt allerdings auch für alle anderen Schaumweine – muss eine Flasche, in der ein Schaumwein abgefüllt wird, besondere Bedingungen erfüllen.

Um den bei der zweiten Gärung entstehenden Druck standhalten zu können, verfügen nahezu alle Champagner-Flaschen über eine konische Vertiefung am Boden, durch welche diese dann druckbeständiger werden. Ausnahme bilden hier die durchsichtigen bzw. klaren Flaschen des Herstellers Roederer Cristal, deren Böden besonders dick und stabil sind. Durch die lange Gärzeit in der Flasche lagern nach Schätzung des Verbandes der französischen Champagner-Hersteller aktuell ca. 1,5 Milliarden Flaschen in den Kellern der Hersteller und Händler.

Champagner – die Besonderheiten einer geschützten Marke

Damit aber nicht genug der Besonderheiten des Champagners gegenüber anderen Schaumweinen. So werden Champagner-Flaschen nicht einfach geöffnet, sondern mit einem Champagnersäbel geköpft. Diesen Vorgang bezeichnet man daher auch als Sabrieren.

Darüber hinaus darf auch nicht jeder Schaumwein als Champagner bezeichnet bzw. verkauft werden. Denn die französische Bezeichnung Champagne wurde markenrechtlich geschützt und darf lediglich für die im französischen Weinbaugebiet Champagne (franz.. la Champagne) nach streng festgelegten Regeln angebauten und gekelterten Schaumweine verwendet werden.

Dementsprechend ist der Champagner durch das Appellation d’Origine Contrôlée (AOC; französisch: kontrollierte Herkunftsbezeichnung) – auch wenn es nicht auf dem jeweiligen Etikett vermerkt ist – gesichert. Dieses Schutzsiegel gilt für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Frankreich bzw. der Schweiz und schützt neben dem Champagner auch Produkte wie Butter, Calvados, Käse, Olivenöl und Wein.

In diesem Sinne: Cheers und Euch allen einen tollen Tag des Champagners in Verbindung mit einem guten Rutsch ins neue Jahr. 🙂

Weitere Informationen zum Champagner-Tag in den USA

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Autor: Sven Giese

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