Universaler Tag der Musik – der amerikanische Universal Music Day

Heute gibt es mal wieder einen kuriosen Feiertag aus der Kategorie Musik. Denn immer am zweiten Samstag im Oktober wird – vor allem in den USA – der sogenannte Universale Tag der Musik (engl. Universal Music Day) gefeiert. 2014 fällt dieser Aktionstag somit auf den heutigen 11. Oktober. Um was geht es dabei?

Kuriose Feiertage - 11. Oktober 2014 - Universaler Tag der Musik - der amerikanische Universal Music Day (c) 2014 Sven Giese

Ein Feiertag zu Ehren der Kraft der Musik

Zunächst ist natürlich die inhaltliche Nähe zu thematisch verwandten musikalischen Feiertagen evident. Gerade die Amerikaner und die UNESCO scheinen ein ziemliches Faible für die wohl schönste Kunstform des Menschen zu haben. Exemplarisch seien hier der Tag der Oper am 8. Februar, der Welttag des Jazz am 30. April, der amerikanischer Tag der Country-Musik (engl. National Country Music Day) am 4. Juli, der Tag des Rock’n’Roll am 9. Juli, der Weltmusiktag bzw. Internationalen Tag der Musik am 1. Oktober, der Internationale Tag der Country-Musik (engl. International Country Music Day) am 17. September oder der Tag der Hausmusik am 22. November genannt. Im Gegensatz zu diesen genannten Kalendereinträgen fokussiert sich der Universal Music Day allerdings nicht auf ein bestimmtes Genre oder Instrument, sondern stellt die universelle Kraft der Musik bzw. des Musizierens in den Vordergrund. So betont die Initiatorin dieses seit 2007 begangenen Aktionstages, Susan Patricia Golden, dass Musik wie keine andere Kunstform die Brücke zwischen Verstand und Emotion (engl. head and heart) zu schlagen vermag, wobei ihre eigentliche Kraft in dem Phänomen liegt, dass die Musik die Menschen emotional zu berühren bzw. verbinden vermag. Insofern erklärt sich auch weshalb man für 2014 das leitmotivische Motto Let your heart lead your way gewählt hat und den diesjährigen Universalen Tag der Musik den Jazz-Größen Louis Armstrong, Sammy Davis, Jr., Cab Calloway, Duke Ellington, Lena Horn und Ella Fitzgerald gewidmet hat. Als Afroamerikaner, so die Begründung hätten sie sich mit Standhaftigkeit und großem Einsatz durch ihr musikalisches Schaffen für die Überwindung von gesellschaftlichen Grenzen und Konflikten eingesetzt. Und auf diese Weise die Tradition einflussreicher Musiker fortgesetzt. In diesem Sinne soll der Universal Music Day dazu genutzt werden, um die Musik, Musiker und das Musizieren angemessen zu feiern bzw. zu ehren. Ob man an diesem Zusammenhang allerdings den hier leider mit kommunizierten esoterischen Quatsch von musikalischen Heilkräften usw. ernst nehmen sollte, überlasse ich jedem selbst. Ich für meinen Teil begnüge mich mit dem Hinweis: Heute ist ein guter Tag, um Musik zu machen. In diesem Sinne: Happy Universal Music Day. 🙂

Weitere Informationen zum Universal Music Day

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Autor: Sven Giese

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