Mitbringtag auf der Arbeit – der amerikanische Show and Tell Day at Work Day

Mit dem Show and Tell Day at Work Day (dt. Mitbringtag auf der Arbeit) transportiert der 8. Januar eine US-amerikanische Grundschultradition in die Berufswelt. Was es mit diesem Aktionstag aus den Vereinigten Staaten auf sich hat und weshalb er definitiv einen festen Platz im Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt verdient hat, beleuchten die Zeilen des vorliegenden Beitrags. Worum geht es bei diesem Mitbringtag für die berufstätige Bevölkerung?

Show and Tell Day at Work Day - Mitbringtag auf der Arbeit in den USA. Kuriose Feiertage - 8. Januar © 2016 Sven Giese
Show and Tell Day at Work Day – Mitbringtag auf der Arbeit in den USA. Kuriose Feiertage – 8. Januar © 2016 Sven Giese

Was ist ein Show an Tell Day in den US-amerikanischen Grundschulen?

Bevor wir uns hier auf die Spurensuche hinsichtlich der Hintergründe dieses kuriosen Feiertages begeben, gilt es zunächst zu klären, was es mit den Show and Tell Day an den US-amerikanischen Grundschulen überhaupt auf sich hat.

Eine passende Übersetzung im Deutschen gibt es nämlich nicht wirklich. Sinngemäß geht es bei einem solchen Show and Tell Day aber darum, dass die Schüler etwas von Zuhause mitbringen und vor der Klasse kurz etwas darüber erzählen. Daher auch die hier gewählte Übersetzung des Mitbringtags.

In der Regel handelt es sich bei diesen Gegenständen um etwas, an dem die Kinder besonders hängen bzw. eine besondere Beziehung zu haben. Hier reicht das Spektrum von Gegenständen wie Steinen, Büchern über Pflanzen bis zu Haustieren. Häufig stellen die Lehrer die Schulen diese Tage auch unter ein besonderes Motto bzw. ein leitmotivische Thema.

Wer hat den Show and Tell at Work Day ins Leben gerufen?

Der Show and Tell at Work Day ist eine Erfindung des US-amerikanischen Ehepaars Ruth und Thomas Roy. Mit ihrer Website wellcat.com sind die beiden eine echte Instanz in Sachen kalendarischer Kuriositäten und haben dort seit Beginn der 2000er Jahre insgesamt 85 markenrechtlich geschützte Anlässe ins Leben gerufen. Wobei Thomas Roy bereits während seiner Tätigkeit als Radiomoderator in den 1980er Jahren mit der Schaffung eigener Feiertage begonnen hat.

Obwohl Roy auf Wunsch seiner Frau inzwischen keine neuen kuriosen Feiertage mehr in die Welt setzt, verdanken wir den beiden solch großartige Anlässe wie z.B. das Katzen-Neujahr (engl. Happy Mew Year for Cats Day) am 2. Januar, den Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag (engl. Make Up Your Own Holiday Day) am 26. März,, den Internationalen Tag der Frustrationsschreie (engl. International Moment of Frustration Scream Day), den Bleib-Zuhause-weil-es-Dir-gut-geht-Tag (engl. Stay Home Because You’re Well Day) am 30. November oder das Fest der rieselnden Tannennadeln (engl. Falling Needles Family Fest Day) am 30. Dezember (siehe dazu auch die Liste weiterführender Links unten – hier vor allem die Übersicht im verlinkten Wikipedia-Eintrag und den CNN-Beitrag von Doug Criss).

Warum fällt der Show and Tell at Work Day auf den 8. Januar?

Nur warum die beiden ausgerechnet den heutigen 8. Januar als Datum gewählt haben, konnte ich im Zuge der Recherchen für den vorliegenden Beitrag leider nicht herausfinden. Mit dem parallel in den Vereinigten Staaten begangenen Tag des Schaumbads (engl. Bubble Bath Day), dem Tag des English Toffee (engl. National English Toffee Day) oder Yinekokratia, dem griechischen Fest der Frauen scheint es aber definitiv nichts zu tun zu haben. ;)

Wie lässt sich der Mitbringtag auf der Arbeit am besten feiern?

Wie immer bei den kuriosen Feiertagen aus dem Hause Roy wohnt auch dem heutigen Show and Tell at Work Day ein durchaus menschenfreundlicher Impetus inne. Denn im Prinzip geht es heute darum, die Schultradition des Show and Tell auch in die Arbeitswelt der Erwachsenen zu übertragen.

Mit anderen Worten soll man den 8. Januar dazu nutzen und etwas mit zur Arbeit bringen, an dem man tatsächlich hängt und es seinen Kollegen zeigen. Allerdings frage ich mich gerade auch, ob ich das wirklich alles wissen will. ;) Trotzdem eine schöne Idee. :) Und wer von Euch nichts damit anfangen kann, für den/die bietet der 8. Januar mit dem Internationalen Tag des Maschinenschreibens (engl. International Typing Day oder: World Typing Day) noch mindestens eine weitere kalendarische Alternative.

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Show and Tell at Work Day. Egal ob in den Vereinigten Staaten, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. :)

Weitere Informationen und Quellen zum US-amerikanischen Mitbringtag auf der Arbeit am 8. Januar