Noch sechs Monate bis Weihnachten – der amerikanische Leon Day

Dass unsere transatlantischen Nachbarn in den USA ein Faible für Weihnachten haben, ist eigentlich untertrieben. Insofern verwundert es auch nicht weiter, dass diesem Thema in den Vereinigten Staaten bereits am heutigen 25. Juni ein weiterer Ehrentag gewidmet ist. Konkret feiert man dieses Datum dort als den sogenannten Leon Day (manchmal auch National Leon Day). Was das mit Weihnachten zu tun hat und warum diese Geschichte einen festen Platz in der Sammlung der kuriosen Feiertage aus aller Welt verdient, erzählt der vorliegende Beitrag.

Kuriose Feiertage - 25. Juni - Noch sechs Monate bis Weihnachten – der amerikanische Leon Day (c) 2016 Sven Giese-1

Kuriose Feiertage – 25. Juni – Noch sechs Monate bis Weihnachten – der amerikanische Leon Day (c) 2016 Sven Giese-1

Warum feiern wir den Leon Day am 25. Juni?

Im Gegensatz zu vielen anderen kuriosen Feier- und Aktionstagen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es für die Wahl des Datums eine sehr konkrete Begründung. Denn aus Sicht des Feiertagskalenders unserer US-amerikanischen Nachbarn bezeichnet der heutige 25. Juni die genaue kalendarische Mitte der Zeit bis zum nächsten Weihnachtsfest.

D.h. es ist sozusagen der kalendarische Wendepunkt, an dem das Weihnachtsfest nur noch sechs Monate entfernt ist und auch zeitlich immer näher rückt. Ob es darüber hinaus eine Verbindung zum ebenfalls heute begangenen Blockhaus-Tag (engl. National Log Cabin Day), dem Tag des Erdbeerparfaits (engl. National Strawberry Parfait Day), dem Global Beatles Day oder dem Tag des Seefahrers (engl. Day of the Seafarer) gibt, vermag ich nicht zu sagen.

Wenn ich es aber richtig verstanden habe, ist dieser Anlass eine rein US-amerikanische Veranstaltung, die – bis auf die Namensähnlichkeit – über keine inhaltliche Verbindung zum spanischen Día de Castilla y León am 23. April verfügt.

Warum heißt der Leon Day eigentlich Leon Day?

Auch die Wahl des Namens argumentiert in eine ähnliche Richtung wie beim Datum. Denn diese bezieht sich im vorliegenden Fall auf das französische Noël (ursprünglich naël), also Weihnachten, welches rückwärts geschrieben eben Leon ergibt (siehe dazu auch den Beitrag zum A’phabet Day or No „L“ Day am 25. Dezember).

Während die französische Tradition sich dadurch auszeichnet, alle an Weihnachten geborenen Jungen auf den Namen Noel zu taufen, bin ich mir bei unseren US-amerikanischen Nachbarn nicht sicher, ob dies auch für Leon gilt. Vor diesem Hintergrund sei auch darauf hingewiesen, dass der heutige kuriose Feiertag nichts mit dem gleichnamigen Baseball-Spieler Leon Day (1916 – 1995) zu tun hat.

Wer hat den National Leon Day ins Leben gerufen?

Wie bei so vielen Einträgen der Sammlung der kuriosen Welttage gilt dann aber leider auch im Falle des National Leaon Day, dass relativ wenig über seine Ursprünge bekannt zu sein scheint. So konnte ich im Zuge der Recherchen nicht herausfinden, wer ihn ins Leben gerufen hat bzw. seit wann genau man ihn feiert.

Dass der Leon Day aber keineswegs eine rein fiktive Erfindung von Marketing-Abteilungen bzw. Webportalen zum Thema kuriose Feiertage darstellt, sondern inzwischen auch ein fester Alltagsbestandteil im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, zeigt sich exemplarisch an folgenden Aspekten:

  • Viele Kunsthandwerksbetriebe nehmen den 25. Juni zum Anlass, mit der Planung und Produktion für das Weihnachtsgeschäft zu beginnen. Dies gilt natürlich auch viele Einzelhandelsgeschäfte und die großen Ketten des Landes.
  • Radiostationen spielen Weihnachtslieder.
  • Wohlfahrts- und Non-Profit-Organisationen wie die Salvation Army nutzen den Tag, um Spenden zu sammeln (siehe dazu u.a. auch den National Doughnut Day – der Tag des Donut am jeweils ersten Freitag im Juni).
  • Viele Gemeinden nutzen den Leon Day für Veranstaltungen, um auch mitten im Sommer ein bisschen Weihnachtsstimmung zu verbreiten.

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Leon Day. 🙂

Weitere Informationen zum US-amerikanischen Leon Day am 25. Juni

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Autor: Sven Giese

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