Bundesweiter Tag des Tannenzapfens in Deutschland am 16. Dezember

Freundinnen und Freunde der weihnachtlichen Dekoration. Seit 2020 feiern wir in Deutschland den 16. Dezember als bundesweiten Tag der Tannenzapfen. Was es mit diesem botanischen Aktionstag der Adventszeit im Detail auf sich hat, beleuchten die folgenden Zeilen des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt. Worum geht es dabei?

Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage - 16. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 1
Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage – 16. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 1

Wann ist der Tag des Tannenzapfens?

Seit 2020 fällt der bundesweite Tag des Tannenzapfens in Deutschland immer auf den 16. Dezember.

Wer hat den bundesweiten Tannenzapfen-Tag ins Leben gerufen?

Der Tag des Tannenzapfens geht auf eine Idee des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt zurück. Falls also jemand nach dem Urheber fragt, kann er/sie gerne auf diese Quelle verweisen. Zumal es einen solchen Ehrentag für die holzigen Blütenstände verschiedener Nadelbäume bisher noch nicht im Kalender der botanischen Feiertage zu geben scheint. Grund genug, diesen Anlass 2020 ins Leben zu rufen.

Weshalb fällt der Tag der Tannenzapfen auf den 16. Dezember?

Tatsächlich gibt es keine konkrete Begründung für die Wahl des 16. Dezember als Datum für den Tannenzapfen-Tag. Vielmehr handelt es sich bei diesem Termin um eine kalendarische Setzung, die lediglich unter der Prämisse eines Termins in der Vorweihnachtszeit gewählt ist.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Zapfen zur Adventszeit ein beliebtes Bastelobjekt sind bzw. zur Dekoration genutzt werden (siehe dazu auch den Beitrag zum Tag des Adventskranzes am ersten Adventssonntag).

Insofern besteht auch keine direkte inhaltliche Verbindung zum parallel am 16. Dezember gefeierten US-amerikanischen Schokoladenüberzug-Tag (engl. Chocolate Covered Anything Day) bzw. dem südafrikanischen Tag der Versöhnung (Day of Reconciliation).

Gartenwissen: Kuriose Fakten, die man über die Tannenzapfen kennen sollte

Wirft man einen näheren Blick auf den Begriff des Tannenzapfens, so muss man hier eine doppelte begriffliche Definition berücksichtigen. Denn der Tannenzapfen und die Variante der Weihnachtsdekoration sind zwei verschiedene Dinge. Während die Biologie den echten Tannenzapfen als Blütenstand der echten Tanne definiert, fungiert die Bezeichnung im Deko-Bereich und der Alltagssprache als eine Art Sammelbegriff, unter den die Zapfen einer ganzen Reihe von Koniferen wie z.B. Fichte, Kiefer, Lärche oder Pinie subsumiert werden (siehe dazu auch die Beiträge zum US-amerikanischen Weihnachtsbaum-Tag (engl. National Christmas Tree Day) am 8. Dezember und dem Such-einen-Weihnachtsbaum-Tag (engl. Look for an Evergreen Day) am 19. Dezember).

Auf die letztgenannte Variante bezieht sich übrigens auch der Tag des Tannenzapfens am 16. Dezember. Schauen wir uns dies einmal in Form einer Sammlung kurioser Fakten, die man über die Tannenzapfen kennen sollte, etwas näher an.

Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage - 16. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 2
Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage – 16. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 2

Woran erkenne ich einen echten Tannenzapfen?

Den echten Tannenzapfen erkennt man an seiner länglichen, ährenförmigen Form, die von einer breiteren Basis in einer schmaleren Spitze mündet. Dabei unterscheiden sich die Zapfen der verschiedenen Tannenarten sehr deutlich in ihrem Aussehen. Allen gemeinsam ist aber, dass ihre Blütenstände aufrecht stehend auf den oberen Ästen der Bäume wachsen.

Warum findet man auf dem Waldboden keine echten Tannenzapfen?

Wer im Herbst oder Winter einen Waldspaziergang macht, findet bei näherem Hinsehen eine ganze Reihe vermeintlicher Tannenzapfen. Diese stammen in der Regel aber nicht von echten Tannen, sondern eher von Fichte, Kiefer, Lärche oder Pinie.

Dafür gibt es aber auch eine einfache, biologische Erklärung. Im Reifungsprozess verholzen Blütenstände der Tannen zur typischen Zapfenform und fallen zur Verbreitung des Samens als einzelne Schuppen, nicht als ganzer Zapfen ab. Vielmehr lösen sich die Zapfen der Tanne mit der Zeit auf und verbleiben dann als verholzte Zapfenspindel übrig. Kurzum, einen echten bzw. vollständigen Tannenzapfen dürfte man am Waldboden daher kaum finden.

Welche Zapfen werden mit Tannenzapfen verwechselt?

Die Verwechslung der verschiedenen Zapfen von Nadelhölzern beruht vor allem auf der optischen Ähnlichkeit. Neben den echten Tannenzapfen finden sich in unseren Breitengraden vor allem die Zapfen der folgenden Koniferen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Fichtenzapfen sind deutlich schmaler und länger als die Tannenzapfen. Im Gegensatz zu den Tannen hängen die Blütenstände der Fichten auch von den Ästen der Bäume herab und fallen als Ganzes auf den Boden. Je nach Fichtenart verfügen die Zapfen über ein breites Farbspektrum während des Reifungsprozesses, das von Rot über Grün bis hin zu Blau reicht. Im Gegensatz zur Tanne wirft die Fichte aber ihre ganzen Zapfen ab und dementsprechend handelt es sich bei den meisten gefundenen Tannenzapfen in der Regel um Fichtenzapfen.
  • Kiefernzapfen: Die verholzten Blütenstände der Kiefer sind den echten Tannenzapfen sehr ähnlich, weisen im Vergleich zu diesen aber eine eher ovale Form auf. Aufgrund dieser Ähnlichkeit verwechseln viele Leute die Kiefern- mit echten Tannenzapfen.
  • Lärchenzapfen sind rundlich bzw. eiförmig. Sie wachsen aufrecht und bleiben auch nach der Abgabe der Samen für lange Zeit am Baum verwachsen.
  • Pinienzapfen zählen mit einer Länge von bis zu 16 Zentimetern zu den längsten Koniferen-Zapfen. Dabei lassen Sie sich aber nicht nur zur Dekoration nutzen, sondern die in den Zapfen enthaltenen Samen sind als Pinienkerne auch ein beliebtes Nahrungsmittel.
  • Im Verhältnis zu verwandten Koniferen besitzen die Zypressenzapfen eher kleine, sehr runde und verholzte Zapfen. Scheinzypressen besitzen etwas kleinere, aber ebenfalls rundliche Zapfen (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten)

Kann man Tannenzapfen auch in den Ofen werfen?

Das kann man zwar machen. Unbedingt sinnvoll ist das allerdings nicht. Vor allem aus Gründen der Emissionsreduktion. Denn die holzigen Blütenstände verschiedener Nadelbäume setzen beim Verbrennen einen deutlich höheren Anteil an Schwermetallen als das herkömmliche Brennholz frei.

Kurzum, besser nicht in den Ofen oder in die Feuerstelle werfen (siehe dazu auch die Beiträge zum US-amerikanischen National Take Down the Christmas Tree Day (dt. Bau-den-Weihnachtsbaum-ab-Tag) am 6. Januar und dem skandinavischen St.-Knut-Tag am 13. Januar).

Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage - 16. Dezember © 2020 Sven Giese - Bild 3
Tag des Tannenzapfens Deutschland. Kuriose Feiertage – 16. Dezember © 2020 Sven Giese – Bild 3

In diesem Sinne: Wieder etwas gelernt und Euch allen entspannten vorweihnachtlichen Tag des Tannenzapfens. Egal ob in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. :)

Weitere Informationen und Quellen zum bundesweiten Tag des Tannenzapfens am 16. Dezember