Welttag der Poesie – UNSECO World Poetry Day

Am heutigen 21. März gilt auf den kuriosen Feiertagen das Motto: Hurra für Poesie und Lyrik. Und das mit gutem Grund, denn heute begehen wir den im Jahr 2000 von der UNESCO ins Leben gerufenen Welttag der Poesie (engl. World Poetry Day). Im Gegensatz zu den letzten kuriosen Feiertagen wissen wir also ausnahmsweise mal etwas über die Hintergründe und den Initiator hinter diesem Ehrentag der Poesie. Nur warum sich die UNESCO für den 21. März als Datum für den World Poetry Day entschieden hat, konnte ich nicht herausfinden. Aber ich will da mal nicht zu penibel sein.;) Um was also geht es beim Welttag der Poesie?

Der Stellenwert der Poesie im Informationszeitalter des 21. Jahrhunderts

Wie immer bei den von der UNESCO und den unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen initiierten Welttagen gibt es auch im Falle des World Poetry Day einen durchaus ernsten Hintergrund bzw. appellativen Impetus. So soll mit dem heutigen Welttag der Poesie vor allem an den Stellenwert der Poesie als Ausdruck der Vielfalt des menschlichen Kulturguts Sprache im Informationszeitalter des 21. Jahrhunderts erinnert werden. Dabei betont die UNESCO in diesem Zusammenhang weiterhin die Bedeutung und Förderung des interkulturellen Austauschs durch die Überlieferung mündlicher Tradition(en). Oder, um es mit den Worten der UNESCO General-Direktorin Irina Bokova zu sagen:

„As a deep expression of the human mind and as a universal art, poetry is a tool for dialogue and rapprochement. The dissemination of poetry helps to promote dialogue among cultures and understanding between peoples because it gives access to the authentic expression of a language.“

(Irina Bokova, Director-General of UNESCO – Quelle: Message for the World Poetry Day)

Konkret umgesetzt werden soll dies am heutigen 21. März durch eine Vielzahl an Veranstaltungen, deren Spektrum von Lesungen über Ausstellungen bis hin zur Rezitation von Lyrik in Medien und kulturellen Einrichtungen reicht. Da die UNESCO mit ihren Welttagen aber immer auch ein Bewusstsein für das jeweilige Thema bei den jüngeren Generationen schaffen will, sollen mit diesen Aktionen vor allem Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt angesprochen und ihr Interesse an der Poesie geweckt bzw. gefördert werden. Was vor diesem Hintergrund allerdings die globale Aktion des Trommelns für den Frieden um 11:30 Uhr MEZ bedeuten soll, möge man mir seitens der Initiatoren bei Gelegenheit mal erklären. Diese inhaltliche Brücke erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht so ganz. Aber egal, Frieden und Poesie sind ja auch so in die Kategorie des Guten, Wahren und Schönen einzuordnen und das reicht mir dann auch zunächst auch als Hinweis. 😉

Drei Hinweise in eigener Sache zum Welttag der Poesie

Oh, und bevor ich das vergesse, die deutsche Zentralveranstaltung zum Welttag der Poesie wird von der Literaturwerkstatt Berlin und ihrem Webportal lyrikline.org ausgerichtet. Vielleicht sollte ich dort nochmals wegen dem Trommeln nachfragen (…) ansonsten abschließend noch zwei Hinweise in eigener Sache bzw. Lyrik-Werke, die ich in den letzten Wochen gelesen habe: Zunächst die Gedichtsammlung Ein Aquarium des US-Amerikaners Jeffrey Lang (Berenberg 2012). Weiterhin ein Langgedicht in Buchform: Das Ministerium der verletzten Gefühle vom indischen Autor und Poeten Altaf Tyrewala (Berenberg 2013) sowie abschließend die lyrische Maori-Erzählung Sternen-Waka des Neuseeländers Robert Sullivan (MANA Verlag 2012). Alle drei Werke liegen als deutsh-englische Ausgaben vor und wer sich für das Thema moderne (internationale) Poesie interessiert, sollte hier unbedingt mal einen Blick darauf werfen. Mehr dazu gibt es unter den folgenden Links:

Weitere Informationen zum Welttag der Poesie

In diesem Sinne und mit dem Slogan des Verlagshaus J. Frank | Berlin: Poetisiert Euch. 🙂

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Autor: Sven Giese

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