Tag des Regenwurms in Deutschland

Der 15. Februar steht als Tag des Regenwurms in Deutschland unter tierischen Vorzeichen. Was es mit diesem hiesigen Ehrentag der Ringelwürmer im Detail auf sich hat und weshalb er einen eigenen Beitrag im Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt verdient, versuchen die folgenden Zeilen etwas näher zu beleuchten. Weshalb feiern wir heute also die Regenwürmer?

Tag des Regenwurms. Kuriose Feiertage - 15. Februar © 2017 Sven Giese
Tag des Regenwurms. Kuriose Feiertage – 15. Februar © 2017 Sven Giese

Wann ist Tag des Regenwurms?

Der Tag des Regenwurms fällt in Deutschland immer auf den 15. Februar.

Wer hat den Regenwurm-Tag ins Leben gerufen?

Wie bei so vielen der hier versammelten kuriosen Anlässe aus dem Kalender der tierischen Feiertage gilt leider auch im Falle des heutigen Regenwurm-Tags, dass relativ wenig über seine Ursprünge bekannt zu sein scheint.

In der Regel verweisen die meisten Quellen hier zwar von einer Umwelt- bzw. Tierschutzgruppe und dem Jahre 2005 als Urheber bzw. Gründungsjahr, liefern aber weder einen konkreten Namen noch eine Begründung für die Wahl des Datums 15. Februar.

Ob hier der ebenfalls heute in Bikini Bottom gefeierten Annoy Squidward Day (dt. Geh-Thaddäus-auf-die-Nerven-Tag), dem britischen St. Skeletor’s Day (dt. Anti-Valentinstag), dem kanadischen Flag Day, der Tag des Nilpferds (engl. National Hippo Day in Second Life), der US-amerikanische Tag der Gummidrops (engl. National Gumdrop Day) oder der Ehrentag der Singles (engl. Singles Awareness Day) eine Rolle gespielt haben, vermag ich nicht zu sagen.

Abgesehen davon besteht jedoch kein Zweifel, dass der Regenwurm ein äußerst nützliches, für das ökologische Gleichgewicht von Gärten und Wiesen wichtiges Tier verkörpert. Immerhin, schon der gute Charles Darwin hat das Loblied auf die zur Ordnung der Wenigborster (lat. Oligochaeta) gesungen.

Zum Tag des Regenwurms: Häufige Fragen und Antworten rund um die Lumbricidae

Wie es sich gehört, zunächst einmal eine definitorische Annäherung an die Familie der Regenwürmer (lat. Lumbricidae, engl. earthworm).

Was versteht man eigentlich unter einem Regenwurm?

Regenwürmer sind im Erdboden lebende, zum Stamm der Ringelwürmer (lat. Annelida) zählende Tiere, die zur Klasse der Gürtelwürmer (lat. Clitellata) und zur Ordnung der Wenigborster (lat. Oligochatea) gezählt werden.

Weshalb heißt der Regenwurm eigentlich Regenwurm?

Während man im Englischen (earthworm) und Französischen (ver de terre) den Namen relativ eindeutig vom natürlichen Lebensraum der Würmer ableitet, ist demgegenüber die Herkunft der deutschsprachigen Bezeichnung Regenwurm nicht ganz klar.

So sehen die einen hier eine Verbindung zum althochdeutschen Wort Regnwurm, welches sich auf das Verlassen ihrer unterirdischen Wohnröhren bei starken Regenfällen bezieht, um auf diese Weise dem Wasseranstieg im Oberboden zu entkommen. Dies deckt sich auch mit der Hypothese, dass die Regenwürmer sich ihren Weg zur Oberfläche bahnen, da der im Wasser gelöste Sauerstoff nicht ausreicht, um den Wurm über seine Hautatmung mit diesem zu versorgen. Kurzum, hier liegt die Annahme zugrunde, dass die Würmer vor dem Ertrinken fliehen.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen konnten aber zeigen, dass die Regenwürmer ca. 35 Stunden unter solchen Bedingungen überleben können. Insofern erscheint diese etymologische Herleitung zwar verständlich, ist aus heutiger Sicht aber nicht mehr haltbar. Andere Quellen beziehen die deutsche Namensgebung auf die rege Grabtätigkeit der Würmer im Boden (= reger Wurm).

Welche der beiden Interpretationen allerdings richtig ist, lässt sich aktuell nicht verifizieren.

Wie alt werden Regenwürmer?

Regenwürmer haben eine durchschnittliche Lebenszeit zwischen drei bis acht Jahren und die verschiedenen Arten erreichen eine Größe zwischen 6 cm (Kompostwurm – lat. Eisenia fetida) bis 30 cm (gemeiner Regenwurm, in verschiedenen Regionen auch Tauwurm genannt –  lat. Lumbricus terrestris).

Wie viele Regenwürmer gibt es?

Weltweit gibt es ca. 3000 Arten von Regenwürmern, von denen – allerdings nicht alle ursprünglich – ca. 400 in Europa leben. In Deutschland kennt man aktuell 39 Regenwurmarten.

Weshalb ist der Regenwurm nützlich?

Die Tiere sind insofern von großer ökologischer Bedeutung, als dass sie mit ihren Ausscheidungen einer der primären Erzeuger des sogenannten Dauerhumus sind und somit wichtige Nährstoffe für das Pflanzenwachstum im Boden liefern. Weiterhin lockert ihre Grabetätigkeit den Boden, weshalb die Regenwürmer hauptsächlich für die Anbaumethoden im biologischen Gartenbau wichtig sind und ein zusätzliches Umgraben obsolet werden lassen.

In diesem Sinne, Euch allen einen tollen Regenwurm-Tag. Egal, wo auf der Welt Ihr diesen Anlass auch begeht. :)

Weitere Informationen und Quellen zum Tag des Regenwurms am 15. Februar

Kategorien Februar, Tierische Feiertage, Umwelt-Aktionstage Schlagwörter 15. Februar

1 Gedanke zu „Tag des Regenwurms in Deutschland“

  1. Hi am 15. Februar Geburtstag zu haben fiel schon immer in die 5. Jahreszeit (also in den Karneval). Jetzt denke ich zukünftig auch noch an Regenwürmer…

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