Internationaler Tag der Kokosnuss – World Coconut Day

Freundinnen und Freunde der Früchte tropischer Palmgewächse – aufgepasst und mitgemacht. Der heutige 2. September liefert Euch im Jahreskalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt einen guten Grund zum Feiern. Denn dieses Datum steht seit 2009 für nicht weniger als den Internationalen Tag der Kokosnuss (engl. World Coconut Day). Was es mit diesem Food Holiday auf sich hat und warum er einen eigenen Beitrag in der Sammlung der kuriosen Welttage verdient, beleuchten die folgenden Zeilen. Um was geht es dabei?

Kuriose Feiertage 2. September Internationaler Tag der Kokosnuss – World Coconut Day 2017 Diemtar Giese-2

Kuriose Feiertage 2. September Internationaler Tag der Kokosnuss – World Coconut Day 2017 Diemtar Giese-2

Wer hat den World Coconut Day ins Leben gerufen?

Im Gegensatz zu vielen anderen hier versammelten Beiträgen aus dem Kalender der botanischen Feiertage sind die Ursprünge bzw. Hintergründe des World Coconut Day relativ gut dokumentiert.

So geht der heutige Ehrentag der Kokosnüsse auf die Asian and Pacific Coconut Community (APCC – häufig auch: Cocommunity) und das Jahr 2009 zurück Die APCC versteht sich dabei als zwischenstaatliche Organisation verschiedener Staaten der Region Asien-Pazifik, in denen Kokosnüsse angebaut und exportiert werden. Ziel dieses Verbandes ist die internationale Interessensvertretung aller Aktivitäten der Kokosnussindustrie.

Die Ursprünge der im indonesischen Jakarta ansässigen Organisation verweisen dabei auf ein Abkommen vom 12. Dezember 1968, bei dem Indien, Indonesien und Philippinen in Bangkok das Agreement establishing the Asian Coconut Community unterzeichneten. Nach dem offiziellen Start am 9. September 1969 erweiterte man den Namen angesichts weiterer nichtasiatischer Mitgliedsstaaten zur heutigen Form der Asian and Pacific Coconut Community. Heute vertritt diese Cocommunity ca. 90% des weltweiten Anbaus und Export der Palmgewächs-Früchte.

Warum fällt der Welt-Kokosnuss-Tag auf den 2. September?

Demgegenüber erscheint die Wahl des Datums für den heutigen Welt-Kokosnuss-Tag etwas unschärfer begründet zu sein. Denn obwohl das offizielle Gründungsdatum – wie oben bereits skizziert – für den 9. September belegt ist, findet sich in zahlreichen Pressemeldungen und Artikeln anlässlich des World Coconut Day der Hinweis, dass der 2. September mit dem Gründung der APCC korrespondiere (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Inwieweit dies nun korrekt ist bzw. ob hier eine Verwechslung vorliegt, konnte ich im Zuge der Recherchen nicht herausfinden. Ob es darüber hinaus eine inhaltliche Verbindung zum ebenfalls heute begangenen US-amerikanischen Blaubeereis-am-Stiel-Tag (engl. National Blueberry Popsicle Day) gibt, bleibt ebenfalls unklar. Halte ich aber eigentlich für nicht sehr wahrscheinlich. 😉

Kuriose Feiertage 2. September Internationaler Tag der Kokosnuss – World Coconut Day 2017 Diemtar Giese-1

Kuriose Feiertage 2. September Internationaler Tag der Kokosnuss – World Coconut Day 2017 Diemtar Giese-1

Pflanzenwissen – Fünf Dinge, die man über die Kokosnuss wissen sollte

  • Zwar gibt es verschiedene Sorten von Kokosnüssen, jedoch stammen sie alle von der Kokospalme (lat. Cocos nucifera), welche die einzige Art ihrer Gattung ist. Dabei zählen Botaniker die Kokosnuss nicht zur Familie der echten Nüsse, sondern als einsamige Steinfrucht (siehe dazu auch den Kalender der Obst-Feiertage).
  • Etwas aus dem Bereich der Etymologie: Der Begriff Kokos leitet sich vom altgriechischen κόκκος (kókkos) bzw. dem lateinischen coccus ab und bezeichnet sinngemäß einen Fruchtkern bzw. eine Beere. Daraus entstand dann auch die spanische bzw. portugiesische Bezeichnung coco, wobei sich dieses wohl auf die runde Form der Kokosnüsse bezieht. Immerhin teilt sich die Kokosnuss den identischen Wortstamm wie die Kokken, also Kugelbakterien.
  • Kokospalmen als Kulturpflanze sind sehr alt. So geht man heute davon aus, dass sie seit mindestens 3000 Jahren angebaut werden. Da die Pflanzen aber hohe Wärmeansprüche stellen bzw. äußerst frostempfindlich sind, werden sie primär im Tropengürtel kultiviert. Typische Anbaugebiete sind hier die Philippinen, Indonesien, Sri Lanka und Süd-Indien (siehe die Mitgliedsstaaten der APCC), aber auch Afrika sowie den Küstengebiete und Flussläufe in Südamerika.
  • Heute liefert Cocos nucifera ca. 8% des weltweiten Pflanzenölbedarfs, wobei gerade die Herstellung von Palmöl durchaus kritisch zu sehen ist. Denn die großflächige Palmölplantagen, für welche die lokalen Regenwälder gerodet werden, stellen eine Bedrohung für viele Ökosysteme und ihre Bewohner dar (siehe dazu u.a. auch den Internationalen Tag des Orang-Utans (engl. International Orangutan Day) am 19. August).
  • Die Ironie der Geschichte liegt nun darin, dass die Pflanze in ihren ursprünglichen Anbaugebieten sehr vielfältig und umfassend als Nahrungs- und Rohstoffquelle genutzt wird. Nicht umsonst firmiert sie vielerorts auch als Baum des Lebens, Himmels-Baum oder Baum der Fülle. Die Früchte liefern nicht nur gehaltvolles Fruchtfleisch, sondern auch ein Getränk (roh oder vergoren), das Holz, die Fasern und die Blätter werden als Baumaterial für Hütten, Dachbedeckung sowie zum Flechten von Hauswänden, Körben, Matten, Seilen genutzt. Darüber hinaus stellen getrocknete Kokosnussschalen ein hervorragendes Brennmaterial dar.

In diesem Sinne: Vielen Dank an meine Eltern für die zur Verfügung gestellten Kokosnuss-Fotos und Euch allen einen tollen World Coconut Day. Egal ob im Tropengürtel, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. 🙂

Weitere Informationen zum internationalen Tag der Kokosnuss

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Autor: Sven Giese

Angesichts des Chaos in der Welt, gegen den Optimismus, der zerplatzt ist, bleibt nur die Aufgabe, den Garten zu bestellen. Dies ist ein solcher Garten. :-) Andere Gartenarbeiten von mir gibt es auch auf: Facebook, Google+ und Twitter.

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1 Kommentar

  1. Drunken Monkey

    Frisch geerntet von der Palme
    – Loch schafft Fachmann – per Strohhalme
    schlürfst Cocktail Du aus Kokosnuss:
    Für Weitgereiste stets ein Muss.

    Nicht billig ist dies alles zwar,
    bei 30° doch wunderbar,
    bist auf Seychellen – oder so.
    Dem Pflücker ruf ich zu : Chapeau!

    Sieht man den klettern ohne Tau,
    wird Dir’s um Magen richtig flau.

    Das Fruchtfleisch mehr in Damenwelt
    zerkleinert Gaumen gut gefällt,
    mit starkem Schnaps oft kombiniert
    und Früchten mildernd dann liiert.

    Pina Colada hier bekannt,
    hast Mango/Ananas zur Hand.

    © Hans Kayser

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