Tag zur Erhaltung der Ozonschicht – International Day for the Preservation of the Ozone Layer

Rettet die Ozonschicht. Schützt den Planeten. Als internationaler Tag zur Erhaltung der Ozonschicht (engl. International Day for the Preservation of the Ozone Layer) steht der 16. September ganz im Zeichen des Umweltschutzes. Worum es bei diesem von den Vereinten Nationen initiierten Aktionstag im Kampf gegen die Zerstörung der Ozonschicht im Detail geht, beleuchten die folgenden Zeilen des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt.

International Day for the Preservation of the Ozone Layer - Tag zur Erhaltung der Ozonschicht. Kuriose Feiertage - 16. September © 2021 Sven Giese
International Day for the Preservation of the Ozone Layer – Tag zur Erhaltung der Ozonschicht. Kuriose Feiertage – 16. September © 2021 Sven Giese

Wann ist internationaler Tag zur Erhaltung der Ozonschicht?

Seit 1995 fällt der internationale Tag zur Erhaltung der Ozonschicht (engl. International Day for the Preservation of the Ozone Layer) immer auf den 16. September.

Wer hat den International Day for the Preservation of the Ozone Layer ins Leben gerufen?

Der International Day for the Preservation of the Ozone Layer geht auf eine Erklärung der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1994 zurück. Dementsprechend fand die erste Auflage dieses Beitrags aus dem Kalender der Umweltaktionstage am 16. September 1995 statt.

Weshalb fällt der Tag zur Erhaltung der Ozonschicht auf den 16. September?

Die UNO liefert gleich auch eine Begründung für die Wahl des 16. September als Datum des internationalen Tags zur Erhaltung der Ozonschicht. Denn dieser Termin ist eine historische Referenz an die Unterzeichnung des Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen (häufig nur in der Kurzform: Montrealer Protokoll – engl. The Montreal Protocol on Substances that Deplete the Ozone Layer) vom 16. September 1987.

Was ist das Montreal-Protokoll?

Das Montrealer Protokoll ist ein multilaterales Umweltabkommen zum Schutz der stratosphärischen Ozonschicht der Erde. Es wurde von den Vertragsparteien des Wiener Übereinkommens zum Schutz der Ozonschicht angenommen und gilt als dessen Konkretisierung. Mit den im Montreal-Protokoll formulierten Maßnahmen soll der schrittweise Verzicht auf Chemikalien, die die Ozonschicht der Erde schädigen und so den globalen Treibhauseffekt forcieren, durchgesetzt werden. Im Detail betrifft dies die Produktion und den Verbrauch von chemischen Verbindungen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Halone, Tetrachlorkohlenstoff und Methylchloroform (siehe dazu u.a. auch den Beitrag zum Welttag der Kältetechnik (engl. World Refrigeration Day) am 26. Juni).

Zur Geltung des Montrealer Protokolls

Zusammen mit dem Wiener Übereinkommen nimmt das Montrealer Protokoll insofern eine bedeutsame Rolle ein, als beide Vertragswerke die ersten völkerrechtlich verbindlichen Verträge des Umweltrechts darstellen, die in der Geschichte der Vereinten Nationen von allen UN-Mitgliedsstaaten ratifiziert wurden. Daher gilt das Montreal Protocol on Substances that Deplete the Ozone Layer seit seiner Ratifizierung und dem Inkrafttreten am 1. Januar 1989 als wichtiger Meilenstein im Umwelt-Völkerrecht. Dies unterstreicht auch nochmals die globale Bedeutung dieser Gefahr (siehe dazu auch die Beiträge zur Earth Hour am letzten Samstag im März und dem Tag der Erde (engl. Earth Day) am 22. April).

Dies deckt sich auch mit der Fortführung des Ansatzes durch die Anpassungen des Kigali Amendments vom 15. Oktober 2016, mit dem sich die Vertragsparteien des Montrealer Protokolls auf ihrer 28. Vertragsstaatenkonferenz in Kigali, Ruanda, auf einen schrittweisen Abbau der teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) einigten.

Ziele und Intention: Worum geht es beim internationalen Tag zur Erhaltung der Ozonschicht?

Der Name dieses UN-Aktionstages ist natürlich Programm. Denn mit dem Tag zur Erhaltung der Ozonschicht möchten die Vereinten Nationen ein öffentliches Bewusstsein für die menschengemachte Schädigung dieser Schutzschicht durch chemische Abbauprozesse schaffen.

Mit Entdeckung des sogenannten Ozonlochs Ende der 1970er Jahre rückte die Problematik schädlicher Auswirkungen der ungefilterten UV-Strahlung für Umwelt und Natur des Planeten in den Fokus der Öffentlichkeit. Zunächst nur über der südlichen Polarregion entdeckt, beobachteten Wissenschaftler das Phänomen auch seit 1992 über der Nordpolarregion.

Dass die mit dem Montrealer Protokoll verabschiedeten Maßnahmen zur globalen Reduktion der ozonschädigenden Chemikalien aber Wirkung gezeigt haben, lässt sich auch an dem Umstand ablesen, dass die Schädigung der Ozonschicht zwischen 1996 und 2002 nicht weiter zugenommen hat.

Aufgrund der Beschaffenheit der für den Ozonabbau verantwortlichen FCKW-Gase ist allerdings davon auszugehen, dass ihre chemischen Auswirkungen noch deutlich länger anhalten werden. An die Notwendigkeit dieser Maßnahmen erinnern die Vereinten Nationen mit dem internationalen Tag zur Erhaltung der Ozonschicht (siehe dazu auch den Beitrag zum UNO-Weltumwelttag (engl. World Environment Day) am 5. Juni).

Wer von Euch hier eine weniger ernste kalendarische Alternative sucht, kann den 16. September auch als US-amerikanischen Sammel-Steine-Tag (engl. (National) Collect Rocks Day), Tag der Guacamole (engl. National Guacamole Day)  oder als Tag des Rosinenbrots (engl. National Cinnamon Raisin Bread Day) begehen.

In diesem Sinne: Schützt die Umwelt und habt einen entspannten Tag zur Erhaltung der Ozonschicht. Egal, wo auf der Welt Ihr diesen Aktionstag auch begeht.

Weitere Informationen und Quellen zum Tag zur Erhaltung der Ozonschicht am 16. September