Tag des Baumes in Deutschland

Der 25. April steht im Rahmenkalender der kuriosen Feiertage ganz im Zeichen des Baumes. Zumindest bei uns in Deutschland, wo man dieses Datum seit 1952 als sogenannten Tag des Baumes feiert. Was es damit auf sich hat und warum wir den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht sehen, versucht der vorliegende Beitrag im Rahmen der kuriosen Welttage zu ergründen.

Kuriose Feiertage 25. April - Tag des Baumes in Deutschland (c) 2016 Sven Giese-1

Muss man als Bonner im April ja bringen: Die Kirschblüte in halber Pracht zum Tag des Baumes in Deutschland am 25. April (c) 2016 Sven Giese-1

Wer hat den Tag des Baumes ins Leben gerufen?

Die ursprüngliche Initiative für einen eigenen Tag des Baumes reicht allerdings fast 100 Jahre zurück und geht auf den US-amerikanische Journalisten und Farmer Julius Sterling Morton (1832 – 1902) sowie das Jahr 1872 zurück. Morton hatte in diesem Jahr den Antrag für eine Arbor Day-Resolution an die lokale Regierung des US-Bundesstaates Nebraska gestellt.

Mortons damaliges Ansinnen: Der damals sehr baumarme Bundesstaat sollte durch die jährliche Bepflanzungsaktion aufgeforstet werden. Und das mit großem Erfolg. Denn am 10. April 1872 pflanzten Bürger und Farmer in Nebraska mehr als eine Millionen Bäume.

Im Laufe der folgenden zwei Jahrzehnte sprangen weitere US-Bundesstaaten auf diese Aktion mit auf und seitdem gilt er als fester Bestandteil des nordamerikanischen Rahmenkalenders, der sich an Mortons Aussage orientiert: „Arbor Day (…) is not like other holidays. Each of those reposes on the past, while Arbor Day proposes for the future.“ (dt. „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“)

Warum wird der Tag des Baumes am 25. April gefeiert?

Während man in den Vereinigten Staaten den Arbor Day zu Ehren von Mortons Geburtstag für lange Zeit am 22. April bzw. später jeweils am letzten Freitag im April feierte, ist dieser Ehrentag der Bäume in Deutschland fest mit dem heutigen 25. April verbunden.

Allerdings liegt auch bei uns der Beschluss für diesen Aktionstag zeitlich etwas früher. Denn der Tag des Baumes in seiner heutigen Form beruht auf einem Entschluss der Vereinten Nationen vom 27. November 1951 und wurde dementsprechend erstmals am 25. April 1952 begangen.

So ganz klar ist mir die Begründung für die Wahl des Datums zwar nicht geworden, aber das muss nichts heißen bzw. hat den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss nicht daran gehindert, zusammen mit dem Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Robert Lehr, einen Ahorn-Baum im Bonner Hofgarten zu pflanzen (siehe dazu auch den Beitrag zum Internationalen Tag des Waldes (engl. International Day of Forests) am 21. März).

Insofern können wir auch festhalten, dass es hier keinen wirklichen inhaltlichen Bezug zum ebenfalls heute begangenen Welt-Pinguin-Tag (engl. World Penguin Day), dem Tag des Telefons (engl. National Telephone Day), dem Tag der DNA (engl. DNA Day) oder dem US-amerikanischen Tag des Zucchinibrotes (engl. National Zucchini Bread Day) gibt.

Seitdem feiert man den Tag des Baumes jährlich mit entsprechenden Feierstunde und versucht die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft ins öffentliche Bewusstsein zu rücken (siehe dazu auch die Liste der Feiertage für Blumen und Pflanzen).

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Tag des Baumes. 🙂

Weitere Informationen zum Tag des Baumes

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Autor: Sven Giese

Angesichts des Chaos in der Welt, gegen den Optimismus, der zerplatzt ist, bleibt nur die Aufgabe, den Garten zu bestellen. Dies ist ein solcher Garten. :-) Andere Gartenarbeiten von mir gibt es auch auf: Facebook, Google+ und Twitter.

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