Weltmalariatag – der internationale World Malaria Day 2019

Der 25. April würdigt als internationaler Weltmalariatag (engl. World Malaria Day) den weltweiten Kampf gegen die tückische Infektionskrankheit. Grund genug, diesen 2001 initiierten medizinischen Aktionstag in den Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt aufzunehmen und die Geschichte seines Anliegens im Folgenden zu skizzieren. Worum geht es dabei?

Vergrößertes Modell einer Stechmücke im New Yorker Museum of Natural History. Kuriose Feiertage - 25. April: Weltmalariatag - World Malaria Day (c) 2019 Sven Giese
Vergrößertes Modell einer Stechmücke im New Yorker Museum of Natural History. Kuriose Feiertage – 25. April: Weltmalariatag – World Malaria Day (c) 2019 Sven Giese

Wer hat den World Malaria Day ins Leben gerufen?

Wie bei so vielen anderen Beiträgen aus dem Kalender der medizinischen Aktionstage sind auch die Ursprünge bzw. Hintergründe des World Malaria Day relativ gut dokumentiert. So geht die ursprüngliche Initiativ dieses Anlasses auf den kontinentalen Africa Malaria Day und das Jahr 2001 zurück.

Erst 2007 verlieh die 60. Versammlung der Weltgesundheits-Versammlung (engl. World Health Assembly), das Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization – WHO), diesem Anlass den Status eines internationalen Aktionstages. Durch diesen Beschluss der 194 WHO-Mitgliedsstaaten entstand aus dem African Malaria Day der heute begangene Weltmalariatag (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Warum fällt der Weltmalariatag auf den 25. April?

Tatsächlich findet sich in dem zuvor skizzierten Kontext dann auch eine Begründung für die Wahl des 25. April als Datum für den Weltmalariatag. Denn dieser übernahm den Termin des ursprünglichen African Malaria Day, der als Referenz an die Unterzeichnung der sogenannten Abuja-Erklärung durch 44 afrikanische Staaten am 25. April 2000 etabliert worden war.

Ziele und Intention: Worum geht es beim Welt-Malaria-Tag?

Nach Angaben der WHO starben im Jahr 2017 ca. 435.000 Menschen an Malaria, wobei man davon ausgeht, dass aktuell ca. drei Milliarden Menschen durch diese Infektionskrankheit bedroht sind. Kerngebiet dieser Gefährdung sind nach wie vor die afrikanischen Staaten südlich der Sahara bzw. den Tropen und Subtropen, wobei die Weltgesundheitsorganisation 2017 ca. 219 Millionen weltweite Fälle von Malaria dokumentieren konnte. Die Dunkelziffer liegt aber wahrscheinlich deutlich höher.

Vor diesem Hintergrund stellt der Weltmalariatag die Koordination der internationalen Anstrengungen zur Verhinderung der Malaria-Ausbreitung und Bekämpfung der Krankheit in den Mittelpunkt. Eine der diesbezüglich größten Gefahren besteht durch die zunehmende Klimaerwärmung und das dadurch wachsende Verbreitungsgebiet des primären Überträgers der Krankheit, der weiblichen Anophelesmücke. Dementsprechend stellen die Initiatoren den Weltmalariatag seit 2008 auch unter ein wechselndes jährliches bzw. mehrjähriges Motto, welches die jeweiligen Ziele im Kampf gegen die Malaria in den Mittelpunkt rückt. Folgende leitmotivische Themen gab es bisher:

  • 2008: Malaria: a disease without borders
  • 2009 und 2010: Counting malaria out
  • 2011: Achieving Progress and Impact
  • 2012: Sustain Gains, Save Lives: Invest in Malaria
  • 2013-bis 2015: Invest in the future: defeat malaria
  • 2016 und 2017: End Malaria For Good
  • 2018: Ready to beat malaria
  • 2019: Zero malaria starts with me

Und wer von Euch nichts damit anfangen kann, für den/die bietet der 25. April mit dem Tag des Baumes in Deutschland, dem Welt-Pinguin-Tag (engl. World Penguin Day) oder dem US-amerikanischen Tag des Telefons (engl. National Telephone Day) eine ganze Reihe kalendarischer Alternativen.

In diesem Sinne: Passt auf Euch auf und bleibt gesund. Egal, wo auf der Welt Ihr Euch gerade befindet.

Weitere Informationen zum Welttag gegen Malaria