Mojito-Tag – der National Mojito Day in den USA

Freundinnen und Freunde des gepflegten Cocktails – aufgepasst und mitgemacht. Der 11. Juli liefert Euch mit dem US-amerikanischen Mojito-Tag (engl. National Mojito Day) einen trifftigen Grund zum Feiern. Entsprechend gilt es die Geschichte dieses Anlasses mit dem folgenden Beitrag aus dem Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt etwas näher zu beleuchten. Warum feiern wir heute also das alkoholische Mixgetränk aus hellem kubanischen Rum, Limettensaft, Minze, Rohrzucker und Sodawasser?

Kuriose Feiertage - 11. Juli: Mojito-Tag - National Mojito Day in den USA (c) 2017 Sven Giese
Kuriose Feiertage – 11. Juli: Mojito-Tag – National Mojito Day in den USA (c) 2017 Sven Giese

Wer hat den National Mojito Day ins Leben gerufen?

Wie bei so vielen anderen Anlässen aus der Kategorie der US-amerikanischen Alkohol-Feiertage gilt leider auch im Falle des National Mojito Day, dass kaum etwas über seine Ursprünge bekannt zu sein. Zwar listet ein Großteil der gängigen Online-Quellen zum Thema Food Holidays und Alkohol-Feiertage diesen Anlass für den heutigen 11. Juli, weiterführende Angaben über einen möglichen Urheber oder das konkrete Gründungsjahr erfährt der geneigte Leser hier aber – wie so häufig – leider nicht.

Warum fällt der US-amerikanische Ehrentag des Mojito auf den 11. Juli?

Die zuvor skizzierte Unklarheit setzt sich dann auch mit Blick auf das gewählte Datum fort. Denn warum sich die unbekannten Initiatoren hier ausgerechnet den heutigen 11. Juli ausgesucht haben, konnte ich im Zuge der Recherchen für den vorliegenden Beitrag nicht herausfinden.

Vielleicht hat es ja etwas mit dem ebenfalls heute gefeierten internationalen Weltbevölkerungstag (engl. World Population Day), dem US-amerikanischen Muntere-die-Einsamen-auf-Tag (engl. National Cheer Up the Lonely Day), dem Tag der Haustierfotos (engl. All American Pet Photo Day)oder dem Tag des Blaubeermuffins (engl. National Blueberry Muffin Day) zu tun. Aber wer weiß das schon so genau. ;)

Kuriose Feiertage - 11. Juli: Mojito-Tag - National Mojito Day in den USA (c) 2017 Sven Giese - 2
Kuriose Feiertage – 11. Juli: Mojito-Tag – National Mojito Day in den USA (c) 2017 Sven Giese – 2

Bar-Wissen: Drei kuriose Fakten, die man über den Mojito kennen sollte

Wie immer, wenn die Hintergrundinformationen über einen kuriosen Feiertag eher dünn gesät sind, tut man gut daran, sich auf die vorhandenen Fakten des geehrten Anlasses bzw. Gegenstandes zu fokussieren. Dementsprechend gibt es im Folgenden eine kleine Liste mit drei kuriosen Fakten, die man über den Mojito kennen sollte.

  • Die Wurzeln des Mojito liegen auf Kuba und da Mixgetränk gilt als einer des klassischen Vertreter der karibischen Tradition von Rum-Getränken. Der Legende nach soll bereits der Freibeuter Francis Drake im 16. Jahrhundert ein solches alkoholisches Mixgetränk aus Zucker, sauren karibischen Limetten, dem Zuckerrohrschnaps Aguardiente de Caña und frischen Minzblättern konsumiert haben. Angelehnt an Drakes spanischen Spitznamen El Draque (dt. der Drache) firmierte das Getränk auch als Medizin gegen Magenbeschwerden, aber das Zeug dürfte auch so ziemlich „geknallt“ haben.
  • Trotz der eindeutig kubanischen Wurzeln ist die genaue Herkunft des Namens Mojito unklar. Derzeit kursieren diesbezüglich drei Theorien bzw. Erklärungen. Die erste Ableitung bezieht sich auf einen Diminutiv des westafrikanischen mojo, einem Stoffbeutel mit magischen Gegenständen. Im übertragenen Sinne stellt der Drink einen kleinen Zauber dar. Mojo ist zugleich aber auch eine Gewürzmischung, die allerdings primär mit Pomeranzen, nicht Limetten zubereitet wird. Insofern erscheint diese zweite Ableitung relativ unwahrscheinlich. Die dritte Variante bezieht sich dann auf das spanische mojar (dt. nass machen oder stark befeuchten) und soll als Kurzform des Adjektivs mojadito (dt. etwas ist nass) bzw. mojado (dt. nass) zum Namen Mojito geführt haben.
  • Gegenüber der etwas unklaren Herkunft ist das Rezept des klassischen Mojitos allerdings sehr eindeutig definiert. So enthält die traditionelle Mixtur genau fünf Zutaten. Im Detail: ca. 5 cl weißen kubanischen Rum, ca. 2,5 cl Limettensaft, Sodawasser, in der Regel 6 bis 8 frische Minzblätter und 3 BL weißen Rohrzucker bzw. 2 cl Zuckersirup. Zubereitet und serviert wird diese Mixtur dann in einem Longdrink- oder Highballglas.

Und natürlich darf an dieser Stelle – wie bei so vielen Cocktail-Feiertagen – auch der Hinweis nicht fehlen, dass auch dieser kubanische Longdrink zu den Favoriten Ernest Hemingways gehörte.

In diesem Sinne: Cheers und Euch allen einen entspannten National Mojito Day. Egal ob in den Vereinigten Staaten, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt.

Weitere Informationen zum Tag des Mojitos in den USA