Internationaler Tag der Familie – UN International Day of Families

Der 15. Mai steht im Rahmenkalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt ganz im Zeichen familiärer Bande. Zumindest wenn es nach den Vereinten Nationen (engl. United Nations – UN oder UNO) geht, die dieses Datum 1993 zum Internationalen Tag der Familie (engl. International Day of Families) erklärt haben. Was es damit auf sich hat und warum dieser Aktionstag mit familiärem Bezug einen festen Platz in der Sammlung der kuriosen Welttage verdient, erklärt der heutige Beitrag.

Kuriose Feiertage - 15. Mai - Internationaler Tag der Familie - United Nations International Day of Families - www.kuriose-feiertage.de

Familienfoto aus dem Bestand der Familie Inselberger – ca. 1925

Eine kurze Geschichte des International Day of Families

Wie eingangs erwähnt, geht dieser Aktionstag der Vereinten Nationen auf das Jahr 1993 zurück, in welchem die UN-Generalversammlung per Resolution A/RES/47/237 den 15. Mai zum Internationalen Tag der Familie erklärte. Ziel dieses Tages ist es, an die zentrale Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft zu erinnern und ein öffentliches Bewusstsein für die Förderung bzw. Unterstützung dieser Rolle der Familie zu stärken.

Warum man sich seitens der Vereinten Nationen allerdings konkret für das Datum des heutigen 15. Mai entschieden hat, konnte ich im Zuge der Recherchen nicht herausfinden. Einen inhaltlichen Bezug zum ebenfalls heute begangenen Tag der Schokoladentropfen (engl. National Chocolate Chip Day), dem Tag der Nylonstrümpfe (engl. National Nylon Stocking Day) oder dem Tag des Strohhuts (engl. National Straw Hat Day) halte ich jedenfalls für eher unwahrscheinlich. 😉

Ein UNO-Aktionstag zum Schutz der Familie

Darüber hinaus betonen die Vereinten Nationen in Folge der großen UN-Konferenzen der 1990er Jahre allerdings auch die politische und soziale Notwendigkeit, dass mit dem Internationalen Tag der Familie gesellschaftliche Aspekte wie Frauen- und Kinderrechte, Gleichberechtigung der Geschlechter, Recht auf freie Wahl des Ehepartners und vor allem auch der Schutz der Familie gegenüber staatlichen Eingriffen thematisiert werden sollen.

„As we strive to usher in a more sustainable future, achieve the Millennium Development Goals, shape a new development agenda and combat climate change, let us mobilize the world’s families.“ (Secretary-General Ban Ki-moon – siehe Liste weiterführender Links unten)

Dabei wird dieser Gedenktag im Rahmen der Vereinten Nationen von der Division for Social Policy and Development (DSPD) koordiniert, welche zugleich für das Bereitstellen von entsprechendem Informationsmaterial zuständig ist. Das DSPD gibt zugleich im Namen der UN seit 1996 auch jährlich ein globales Motto für den Internationalen Tag der Familie vor, welches aktuelle Entwicklungen aufgreift und somit entsprechende Schwerpunkte setzt.

Und dies mit einigem Erfolg. Denn in Folge der Resolution A/RES/47/237 wurde das Datum in vielen Mitgliedsstaaten der UN dazu genutzt, eigene, Aktionstage zu initiieren, mit denen länderspezifische Themen durch entsprechende Aktivitäten wie Events, mediale Berichterstattung und politische Initiativen angesprochen werden.

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Internationalen Tag der Familie. 🙂

Weitere Informationen zum Internationalen Tag der Familie

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Autor: Sven Giese

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2 Kommentare

  1. Ich finde den Tag der Familie nicht kurios, sondern dringend notwendig! Hätte nicht die UNO ihn schon geschaffen (mit welcher Resonanz eigentlich in Deutschland? Noch fast keine…) – so hätte ich ihn beantragt!
    Die Familie ist nicht nur die Keimzelle der Gesellschaft, so wie es im Grundgesetz steht. Sie wird auch in Zeiten unfassbar hoher Jugendarbeitslosigkeit zum Auffangbecken für ansonsten schwer gefährdete junge Menschen – die indem sie selbst zugrunde gehen, die Gesellschaft, die das erlaubt, mit in den Orkus reißen würden! Andererseits wird es in Zeiten größerer wirtschaftlicher Abhängigkeit der Familien-Mitglieder von einander auch (hoffentlich!) möglich, die Alten im Kreise der Familie zu belassen und dort zu pflegen, was das einzig menschliche Modell würdigen Alterns ist. Der Familientag soll m.E. helfen, die Familie in ein anderes Licht zu stellen: Weg von der Sichtweise eines Vogelnestes, das die Kinder, nachdem sie flügge sind, fluchtartig und für immer verlassen und damit immer größere Vereinzelung von Jungen und Alten schaffen; hin zu einer verlässlichen Kultur- und Wirtschaftsgemeinschaft, wo einer für den anderen bedingungslos einsteht, und zwar sowohl wirtschaftlich als auch emotional. Nur so können starke, selbstbewusste Menschen heranwachsen mit klaren Vorstellungen für eine Zukunft, die für alle gedeihlich ist.

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