Schon gewusst? Seit Mitte der 2000er Jahre steht der dritte Montag im Januar für den Blue Monday, der den traurigsten Tag des Jahres markieren soll. 2026 ist dies der 19. Januar. Was es damit im Detail auf sich hat, beleuchten die folgenden Zeilen des Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt. Ein Bericht.

Inhaltsverzeichnis
- 1 Wer hat den Blue Monday ins Leben gerufen?
- 2 Wann ist Blue Monday?
- 3 Weshalb fällt der traurigste Tag des Jahres auf den dritten Montag im Januar?
- 4 Die pseudowissenschaftliche Formel zur Berechnung des Blue Monday
- 5 Der Blue Monday heute: Mediale Rezeption, globales Marketing und „Churnalism“
- 6 Weitere Informationen und Quellen zum Blue Monday
Wer hat den Blue Monday ins Leben gerufen?
Der Blue Monday bezeichnet den angeblich traurigsten Tag des Jahres, der in der Mitte bis im späteren Januar liegen soll. In der Regel unter Hinweis auf den britischen Psychologen Cliff Arnall, der die Idee für diesen Anlass Mitte der 2000er-Jahre medial verbreitete. Als Referenz beziehen sich die meisten Quellen auf eine Pressemitteilung, die den Blue Monday in Verbindung mit dem Reiseanbieter Sky Travel popularisierte. Aber schauen wir uns das etwas genauer an.
Der ökonomische Imperativ: Die Reisebranche im Januarloch
Im Jahr 2005 sah sich der britische Reiseanbieter Sky Travel (ein heute nicht mehr existierender Geschäftszweig, der später in anderen Unternehmen aufging) mit einer klassischen saisonalen Herausforderung der Branche konfrontiert: dem Umsatzeinbruch im Januar. Das Konsumverhalten im Vereinigten Königreich – und in weiten Teilen Nordeuropas – folgt nach dem Jahreswechsel einem vorhersehbaren Muster. Die finanziellen Reserven der Haushalte sind durch die Weihnachtsfeiertage erschöpft, die Kreditkartenabrechnungen treffen Mitte Januar ein, und die psychologische Bereitschaft, große Summen für den Sommerurlaub zu investieren, ist gering (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
Sky Travels Marketingabteilung stand damit vor der Herausforderung, eine narrative Brücke zu bauen, die den Buchungsprozess nicht als Luxusausgabe, sondern als emotionale Notwendigkeit framen würde. Die strategische Überlegung basierte auf dem Konzept des Eskapismus: Wenn Konsumenten wissenschaftlich fundiert glaubhaft gemacht werden könnte, dass sie sich an einem absoluten emotionalen Tiefpunkt befinden, würde die Buchung einer Reise den Charakter einer therapeutischen Intervention annehmen. Der Urlaub wird vom „Want“ zum „Need“.
Die Rolle der Agentur Porter Novelli
Die Umsetzung dieser Strategie wurde der renommierten PR-Agentur Porter Novelli übertragen. Anstatt eine klassische Werbekampagne zu lancieren, entschied man sich für einen News-Hook-Ansatz. Zu Erklärung: Medien benötigen konstanten Nachrichtenfluss, und Geschichten über das Wetter, kollektive Stimmungsbilder und wissenschaftliche Kuriositäten garantieren hohe Abdruckraten. Porter Novelli erkannte, dass eine bloße Behauptung („Januar ist traurig“) nicht ausreichen würde. Es bedurfte einer wissenschaftlichen Autorität, um die Nachricht durch die Filter der Redaktionen zu schleusen.
Hier zeigt sich die erste Schwäche vieler vorhandener Quellen, die in der Regel nur den „Erfinder“ Cliff Arnall nennen, dabei aber den strukturellen Rahmen vernachlässigen. So ist eindeutig dokumentiert, dass Porter Novelli das Konzept entwickelt hat und aktiv nach einem Akademiker suchte, der bereit war, seinen Namen unter eine vorgefertigte These zu setzen. Berichten zufolge wurden mehrere Wissenschaftler angefragt, bevor man fündig wurde. Dies unterstreicht den Charakter des Blue Monday als „gekauftes Ereignis“ und nicht als soziologische Entdeckung (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
Der Protagonist: Dr. Cliff Arnall und die akademische Distanzierung
Die Wahl fiel schließlich auf Cliff Arnall, der zu diesem Zeitpunkt als Tutor, also Teilzeit-Dozent, am Centre for Lifelong Learning der Cardiff University tätig war. Diese akademische Anbindung war essenziell für die Glaubwürdigkeit der Kampagne. In den ersten Jahren der Berichterstattung wurde Arnall oft fälschlicherweise als „Professor“ tituliert, was dem Phänomen unverdientes Gewicht verlieh. Arnall erhielt für seine Mitwirkung an der Kampagne eine Zahlung, die in verschiedenen Quellen auf rund 1.200 bis 1.400 Pfund Sterling beziffert wird.
Die Reaktion der akademischen Welt folgte prompt, wenn auch mit Verzögerung in der breiten Öffentlichkeit. Die Cardiff University sah sich gezwungen, eine offizielle Distanzierung zu veröffentlichen. In einem Statement, das unter anderem im Guardian zitiert wurde, betonte die Universität, dass Arnall lediglich ein ehemaliger Teilzeit-Tutor gewesen sei und die Universität die „Forschungsergebnisse“ in keiner Weise unterstütze.
Interessanterweise hinderte diese Kritik Arnall nicht daran, sein Geschäftsmodell zu erweitern. Ein Jahr später entwickelte er im Auftrag der Eiskrem-Marke Wall’s – in Deutschland besser bekannt als Langnese – eine Formel für den „glücklichsten Tag des Jahres“, der praktischerweise in den Juni fiel – pünktlich zum Start der Eissaison. Siehe dazu auch die Beiträge zum US-amerikanischen National Ice Cream Day am dritten Sonntag im Juli sowie zum US-amerikanischen Beautiful Day am 20. November.
Damit aber nicht genug. Denn Arnall war später auch Teil der Kampagne „Stop Blue Monday“, die 2016 vom Tourismusverband der Kanarischen Inseln (Promotur Turismo de Canarias) initiiert wurde. Sie engagierten Cliff Arnall selbst, den Erfinder des Blue Monday, um seinen eigenen Mythos zu widerrufen. In einem aufwendig produzierten Video tritt Arnall auf den sonnigen Kanaren auf und erklärt, dass seine Formel falsch sei, da das Wetter auf den Kanaren auch im Januar fantastisch sei. Er symbolisch eine Petition, den Tag abzuschaffen. Dies ist ein Meisterwerk des Meta-Marketings. Der Schöpfer des Problems wird bezahlt, um die Lösung (Reisen auf die Kanaren) zu bewerben, indem er das Problem (Blue Monday) als gelöst erklärt. Die Kampagne gewann internationale Preise (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Wann ist Blue Monday?
Im allgemeinen Sprachgebrauch fällt der Blue Monday meist auf den dritten Montag im Januar. Wer von Euch hier in Zukunft gewappnet sein möchte, sollte sich für die kommenden Jahre die folgenden Termine im Kalender anstreichen:
| Jahr | Wochentag | Datum |
|---|---|---|
| 2026 | Montag | 19. Januar |
| 2027 | Montag | 18. Januar |
| 2028 | Montag | 17. Januar |
| 2029 | Montag | 15. Januar |
| 2030 | Montag | 21. Januar |
| 2031 | Montag | 20. Januar |
| 2032 | Montag | 19. Januar |
| 2033 | Montag | 17. Januar |
| 2034 | Montag | 16. Januar |
| 2035 | Montag | 15. Januar |
| 2036 | Montag | 21. Januar |
Hier ist allerdings eine Einschränkung zu machen. Denn ganz so eindeutig ist die Festlegung nicht. So kursieren im Kontext der vorhandenen Quellen auch der zweite oder vierte Montag im Jahr. Stand heute gilt der dritte Montag des ersten Monats im Jahr inzwischen als häufigste und etablierte Variante (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
Weshalb fällt der traurigste Tag des Jahres auf den dritten Montag im Januar?
Als Begründung für die Berechnung des Jahres wird eine von Cliff Arnall entwickelte, mathematische Formel herangezogen, die nach Maßstäben der Logik und Dimensionalität kaum haltbar ist. Eine detaillierte Analyse der Variablen offenbart die Willkür der Konstruktion.
Die Idee dahinter klingt im ersten Moment plausibel: Grau draußen, Konto leer, Feiertage vorbei, Vorsätze wackeln, Motivation sinkt. Das Problem sitzt aber nicht in den einzelnen Faktoren, sondern in der Art, wie sie als Zahlenspiel verkauft werden. Es fehlen klare Definitionen und Maßeinheiten, also die Grundlage dafür, dass eine solche Gleichung überhaupt sinnvoll gerechnet werden kann. Siehe dazu auch den Beitrag zum Internationalen Tag der Mathematik (engl. International Day of Mathematics) am 14. März.
Und tatsächlich fehlen bis heute belastbare Zahlen, die belegen, dass die Menschen am Blue Monday nachweisbar trauriger sind, als an anderen Tagen des Jahres.
Die pseudowissenschaftliche Formel zur Berechnung des Blue Monday
Schlussendlich bleibt: Die Formel ist der rhetorische Trick, nicht der wissenschaftliche Beweis. Schauen wir uns das Konstrukt im Folgenden etwas genauer an.
Die Variablen der Depression
Die von Arnall präsentierte und von Porter Novelli verbreitete Formel lautet wie folgt:
([W + (D − d)] × T^Q) / (M × Nₐ)
Folgende Tabelle schlüsselt die Variablen und ihre angebliche Bedeutung auf, kontrastiert mit einer kritischen Bewertung ihrer Messbarkeit:
| Variable | Bedeutung (laut PR) | Kritische Analyse der Messbarkeit | |
| W | Wetter (Weather) | Wetter ist lokal extrem variabel. Bezieht es sich auf Temperatur, Niederschlag oder Sonnenstunden? In der südlichen Hemisphäre ist im Januar Hochsommer. | |
| D | Schulden (Debt) | Bezieht sich auf die durch Weihnachten akkumulierten Schulden. Ein quantifizierbarer monetärer Wert. | |
| d | Monatsgehalt (Monthly Salary) | Ebenfalls ein monetärer Wert. Dient in der Formel theoretisch dazu, die Tragbarkeit der Schulden zu relativieren. | |
| T | Zeit seit Weihnachten (Time since Christmas) | Zeitvariable (in Tagen oder Wochen?). Da Blue Monday immer im Januar ist, ist dieser Wert relativ konstant, steigt aber linear an. | |
| Q | Zeit seit Scheitern der Vorsätze (Time since failing resolutions) | Eine Zeitvariable, die extrem subjektiv ist. Wann genau scheitert ein Vorsatz? | |
| M | Motivationslevel (Low Motivational Levels) | Psychometrische Größe. Wie wird diese in einer mathematischen Formel quantifiziert? Skala 1-10? | |
| N_a | Bedürfnis zu handeln (Need to take action) | Ebenfalls eine psychologische Größe. Paradoxerweise steht sie im Nenner: Ein hohes Bedürfnis zu handeln würde das Ergebnis (den „Depressionswert“) mathematisch verringern. |
Die mathematische Kritik: Das Dimensions-Problem
Der britische Arzt, Akademiker und Wissenschaftsjournalist Ben Goldacre, bekannt für seine Kolumne „Bad Science“, lieferte die fundierteste Kritik an Arnalls Konstrukt. Sein Hauptargument bezieht sich auf die fehlende dimensionale Homogenität.
In der Physik und Mathematik können nur Größen gleicher Dimension addiert werden. Man kann nicht „Wetter“ (z. B. Grad Celsius oder Millimeter Regen) zu „Schulden“ (Währungseinheiten) addieren. Die Operation $$ ist mathematischer Unsinn, vergleichbar mit der Addition von „5 Äpfeln“ und „3 Grad Celsius“. Goldacre bezeichnete die Formel als „dimensionally half-cocked“ (dimensional unausgegoren) und wies darauf hin, dass es sich um eine Gleichung handele, die lediglich Variablen so anordnet, dass sie komplex aussehen, ohne eine berechenbare Ausgabe zu liefern.
Ein weiteres Problem ist die Einheitenlosigkeit des Ergebnisses. Auch wenn man willkürliche Zahlenwerte für alle Variablen einsetzen würde (z. B. 5 für Wetter, 1000 für Schulden), erhielte man als Ergebnis eine dimensionslose Zahl, kein Kalenderdatum. Das Datum „dritter Montag im Januar“ ist also nicht das Ergebnis der Rechnung, sondern wurde a priori festgelegt, und die Formel dient lediglich als dekoratives Element zur Rechtfertigung (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
Abgrenzung zur klinischen Realität: Blue Monday vs. SAD
Ein wesentlicher Schwachpunkt vieler populärer Artikel ist die fehlende Trennschärfe zwischen dem PR-Mythos und echten psychischen Erkrankungen. Denn der Blue Monday suggeriert eine akute, punktuelle Depression, die aus medizinischer Sicht nicht haltbar ist. Denn eine Depression ist immer eine klinische Diagnose, die nach dem ICD-10/11-Standard in der Regel mindestens zwei Wochen als eine depressive Episode definiert ist.
Womit der Blue Monday ebenfalls häufig verwechselt wird – und worauf er parasitär aufsetzt –, ist die saisonale affektive Störung (SAD), umgangssprachlich Winterdepression. Diese ist real und biochemisch erklärbar durch Lichtmangel, der zu einer Dysbalance von Melatonin (Schlafhormon, wird bei Lichtmangel vermehrt produziert) und Serotonin (Glückshormon) führt. SAD ist jedoch ein Zustand, der den gesamten Winter über andauern kann und nicht an einem spezifischen Montag kulminiert. Die Trivialisierung dieser ernsthaften Erkrankung durch einen Marketing-Gag ist einer der Hauptkritikpunkte an diesem Anlass. Siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten sowie den Beitrag zum brasilianischen Dia da Saudade (dt. Tag der Saudade – wörtlich: Tag der Sehnsucht) am 30. Januar.

Der Blue Monday heute: Mediale Rezeption, globales Marketing und „Churnalism“
Die ursprüngliche Intention von Sky Travel ist längst mutiert. Heute lässt sich ein breites Spektrum an Marketing-Aktivitäten beobachten, das von zynischer Ausbeutung bis zu kreativer Dekonstruktion reicht. Dabei lässt sich die Langlebigkeit des Blue Monday, der auch rund 20 Jahre nach seiner Erfindung noch Schlagzeilen macht, durch eine ganze Reihe an Mechanismen und Entwicklungen erklären.
Der journalistische Wiederkäu-Effekt
Redaktionen stehen unter enormem Zeit- und Kostendruck. Eine Pressemitteilung, die eine fertige Geschichte liefert („Wissenschaftler berechnet traurigsten Tag“), ist ein willkommenes Füllmaterial. Der Blue Monday bietet dabei eine perfekte Mischung aus:
- Identifikation: Fast jeder Leser empfindet den Januar als grau und finanziell angespannt (Confirmation Bias).
- Aktualität: Er liefert einen konkreten Aufhänger für den Tag.
- Clickbait: Überschriften wie „Der traurigste Tag des Jahres“ garantieren hohe Klickraten.
In den frühen Jahren (2005–2010) wurde die Nachricht primär durch den britischen Boulevard unkritisch übernommen. In späteren Jahren wandelte sich die Berichterstattung hin zu einem „Debunking“-Format („Warum der Blue Monday Unsinn ist“). Auch die Presse in Deutschland berichtet regelmäßig über den Termin, oft mit einer Mischung aus Faszination und Skepsis. Im Gegensatz zu UK wird der Anlass häufig im Kontext von „Winterblues“ und Ratgeber-Journalismus aus den Bereichen Gesundheit und Psychologie behandelt (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
Paradoxerweise hält aber auch die kritische Berichterstattung den Mythos am Leben, da sie ihm jährlich neue Aufmerksamkeit schenkt. Und dazu muss sich dann auch der Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt zählen.
Kommerzielle Adaptionen und die Rolle von Social Media und Influencer-Marketing
Mit dem Aufstieg sozialer Medien hat sich der Blue Monday von einem redaktionellen Thema zu einem Hashtag-Event gewandelt. Unternehmen und Influencer nutzen #BlueMonday nicht mehr nur, um Reisen zu verkaufen, sondern für „Mood Marketing“ oder für gezielte, lokale Kampagnen (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).
- Positiv-Framing: Der Tag wird zum Anlass genommen, „Self-Care“-Tipps zu teilen, was den Tag von einer Warnung zu einem Lifestyle-Event umdeutet.
- Kommerzialisierung: Marken nutzen den Tag für aggressive Rabattaktionen, um die sogenannte „Retail Therapy“ (Einkaufstherapie) als Lösung für die inszenierte Traurigkeit anzubieten.
- Reisebranche: Airlines nutzen den Termin routinemäßig für „Winter Sales“. Hier wird das Ursprungsnarrativ (Urlaub gegen Depression) direkt fortgeführt.
- Nahrungsmittelindustrie: Comfort-Food-Marketing. Also die Werbung am Blue Monday für Lebensmittel, die angeblich die Stimmung heben (Serotonin-Booster wie Bananen oder Joghurt), was den pseudowissenschaftlichen Anstrich der Arnall-Formel auf die Ernährung überträgt.
- Einen Höhepunkt der lokalen PR-Stunts liefert ein Busunternehmen, aus First Aberdeen, in Schottland. Um die Passagiere am Blue Monday aufzuheitern, wurde ein Busfahrer namens Ian in ein Superheldenkostüm gesteckt („Ian the Super Driver“), um „das Lächeln zurückzubringen“.
- Die britische Kampagne Brew Monday von den Samaritans (einer Organisation für Suizidprävention und Telefonseelsorge). Das Konzept spielt mit der phonetischen Ähnlichkeit von „blue“ und „brew“ (Tee/Kaffee aufbrühen). Anstatt sich der Isolation eines „blauen Montags“ hinzugeben, wird dazu aufgerufen, sich mit Freunden, Kollegen oder Familie auf eine Tasse Tee zu treffen und miteinander zu reden. Siehe dazu auch den Beitrag zum britischen Tag des Tees (engl. British National Tea Day) am 21. April. Diese Kampagne hat inzwischen massive Unterstützung durch die Industrie erfahren. Network Rail (die britische Bahnnetzgesellschaft), Transport for Wales und die British Transport Police organisieren an Bahnhöfen „Brew Monday“-Events, um Pendler aufzumuntern und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen.
- Eine interessante Parallele findet sich in den Niederlanden. Dort wurde am Blue Monday eine Kampagne gestartet, die dazu aufrief, 30 Tage lang nicht zu meckern – als direktes Gegenmittel zur vermuteten schlechten Laune der Nation, die (laut den Initiatoren) „Weltmeister im Kritisieren“ sei.
In diesem Sinne: Euch allen einen entspannten Blue Monday. Es gibt keinen Grund, jedes Jahr am dritten Montag des Januars besonders traurig zu sein.
Egal, ob in Großbritannien, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt.
Weitere Informationen und Quellen zum Blue Monday
- Wikipedia-Eintrag zum Blue Monday mit einigen weiterführenden Quellen (englisch/mehrsprachig)
- Kalendereintrag zum dritten Montag im Januar als Blue Monday auf dem Webportal checkiday.com (englisch)
- Kampagnen-Website der britischen Samaritans-Aktion Brew Monday (englisch)
- Jack Lasky: Blue Monday (pseudoscience) | Research Starters – auf: ebsco.com (englisch)
- Maria Cohut: Seasonal slump or mental health myth? The truth about Blue Monday – auf: medicalnewstoday.com am 12. Januar 2026 (englisch)
- What is Blue Monday? – auf: telefonica.com am 15. Januar 2025 (englisch/spanisch)
- James Pacey: Blue Monday 2026 Survival Guide ft. 10 Science-backed Tips – auf: haptivate.co.uk am 8. November 2025 (englisch)
- Andreas Biller: Weltmeister im Kritisieren: Niederländer sollen 30 Tage lang nicht meckern – auf: focus.de am 20. Januar 2025 (deutsch)
- Jan Henne: Blue Monday: Ist heute wirklich der traurigste Tag des Jahres? – auf: geo.de am 20. Januar 2025 (deutsch)
- Ken Hughes: Make your Costumers feel good: The gift of Blue Monday – auf: kenhighes.info am 15. Januar 2024 (englisch)
- Keith Hoyland: Blue Monday – auf: advance-union.org am 5. Januar 2023 (englisch)
- Sarita Patel: ‚Blue Monday‘ was created by a travel company to get people to travel – auf: castanet.net am 18. Januar 2021 (englisch)
- Chloe Sunderland: How Are Companies Marketing Themselves Around Blue Monday? – auf: ics-digital.com am 15. Januar 2021 (englisch)
- Lauren O’Neil: Blue Monday is (still) just a PR gimmick, actual science shows – auf: cbc.ca am 17. Januar 2016 (englisch/französisch)
- The Canary Islands receives an award in London for the Best International Campaign in 2016 for ‚Stop Blue Monday‘ – auf: turismodeislascanarias.com am 21. März 2017 (englisch/spanisch)
- Ben Goldacre: „Blue Monday“ is churnalism, beware any journalist who puffs it – auf: badscience.net am 24. Januar 2009 (englisch)
- Chris Johnston: Is today the happiest day? Ask an ice cream man – auf: theguardian.com am 24. Juni am 2005 (englisch)