Tag der ausgefallenen Namen – der internationale Unique Names Day 2019

Schon gewusst? Als dritten Tag der International Celebrate Your Name Week (CYNW) listet der Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt den internationalen Tag der ausgefallenen Namen (engl. Unique Names Day). 2019 ist dies der 5. März. Was es mit diesem Ehrentag der ungewöhnlichen Namen im Detail auf sich hat, beleuchten die folgenden Zeilen. Worum geht es dabei?

Tag 3 der International Celebrate Your Name Week: Tag der ausgefallenen Namen – der internationale Unique Names Day (c) 2016 Sven Giese
Tag 3 der International Celebrate Your Name Week: Tag der ausgefallenen Namen – der internationale Unique Names Day (c) 2016 Sven Giese

Wer hat den internationalen Unique Names Day ins Leben gerufen?

Als dritter Tag der internationalen Celebrate Your Name Week (CYNW) geht auch der Unique Names Day auf die Idee des CYNW-Initiators Jerry Hill zurück. Hill hatte diese Aktionswoche zu Ehren der Onomastik bzw. Namensforschung bereits 1997 ins Leben gerufen, um hiermit verschiedene Aspekte und Teildisziplinen der Namensforschung in die Öffentlichkeit zu rücken (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Wann wird der Unique Names Day gefeiert?

Wie üblich bei kuriosen Feiertagen mit einem flexiblen Datum gibt es auch im Falle des Unique Names Day im Folgenden eine Liste aller anstehenden Termine für die kommenden zehn Jahre. Soll ja niemand sagen, er/sie hätte nichts davon gewusst:

  • Dienstag, 5. März 2019
  • Dienstag, 3. März 2020
  • Dienstag, 9. März 2021
  • Dienstag, 8. März 2022
  • Dienstag, 7. März 2023
  • Dienstag, 5. März 2024
  • Dienstag, 4. März 2025
  • Dienstag, 3. März 2026
  • Dienstag, 9. März 2027
  • Dienstag, 7. März 2028
  • Dienstag, 6. März 2029

Ziele und Intention: Worum geht es beim internationalen Ehrentag für ausgefallene Namen?

Dieser kuriose Feiertag ist all den Menschen gewidmet, die einen sehr ausgefallenen Vornamen tragen. Insofern schlagen die Macher der Internationalen Feier-Deinen-Name-Woche vor, dieses Datum dazu zu nutzen, diese Mitmenschen zu feiern und ihnen Respekt dafür zu zollen, dass sie z.B. ihren Namen auf keinem der gängigen Namenschilder für Haustüren, Schlüsselanhänger usw. finden. Nicht, um sich über diese Namensträger lustig zu machen, sondern mit ihnen den ausgefallenen Namen zu feiern.

Ein paar Bemerkung zur Namensgebung: Von Eltern, ausgefallenen Namen und den juristischen Grenzen

Ohne jemanden an dieser Stelle zu nahe treten zu wollen, bei manchen Vornamen muss man sich wirklich fragen, was sich die Eltern dabei gedacht haben. Oder auch eben nicht. So geistern von Zeit zu Zeit diverse Meldungen durch die Medien, die von solchen abstrusen Fällen berichten. Von Pumuckl über Chewbacca bis hin zu Borussia –es gibt fast nichts, was Eltern sich hier nicht in den Kopf setzen.

Eines meiner persönlichen Highlights ist eine Geschichte von der das Webportal beliebte-vornamen.de berichtet. Demnach ist es einem hessischen Familienvater gelungen, den altertümlichen Namen et omnes sancti als Drittnamen seines Kindes in die Geburtsurkunde eintragen zu lassen. Wie er das geschafft hat? Zwar obliegt die Hoheit über die Vergabe eines Namens zunächst einmal dem jeweiligen Standesbeamten, der sich dabei am Internationalen Buch der Vornamen orientieren kann. Dieses legt fest, welches Kind welchen Geschlechts einen bestimmten Namen tragen darf. Dabei macht das deutsche Namensrecht relativ eindeutige Vorgaben. Vornamen müssen als solche kenntlich sein und nicht beleidigen oder lächerlich sein. Entsprechend fallen Sachbezeichnungen, Nachnamen aber auch viele Ortsbezeichnungen hier aus.

Wird das Geschlecht des Kindes anhand des gewünschten Namens nicht ganz klar, so muss ein weiterer Vorname gewählt werden, der dies anhand des zuvor genannten Referenzwerkes ausweist. In Zweifelsfällen gibt es dann eine Reihe von Entscheidungskriterien. Juristisch verbrieft ist die Variante, bei der man mindestens eine weitere lebende Person diesen Namen trägt und eben dies war dem oben genannten Vater auch gelungen. Insofern wurden Pumuckl (männlich) und Borussia (weiblich) tatsächlich als Zweitnamen von Standesbeamten akzeptiert. ;)

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen dritten Tag zur Internationalen Feier-Deinen-Name-Woche. :) Kennt Ihr Leute, die einen besonders ausgefallenen Namen tragen? Lasst es mich wissen.

Weitere Informationen zum US-amerikanischen Namesake Day