Happy Birthday George Washington – Presidents‘ Day in den USA – 17. Februar 2020

Den dritten Montag im Februar feiern die USA als ihren nationalen Presidents‘ Day, der auch unter der Bezeichnung Washingston’s Birthday bekannt ist. 2020 fällt dieser staatliche Feiertag in den Vereinigten Staaten auf den 17. Februar. Grund genug, die Geschichte dahinter im Kalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt etwas näher zu beleuchten.

Happy Birthday George Washington – Presidents‘ Day in den USA. Kuriose Feiertage - dritter Montag im Februar (c) 2020 Sven Giese
George Washington Statue vor der New Yorker Stock Exchange (c) 2020 Sven Giese.

Wer hat den Presidents‘ Day ins Leben gerufen?

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der US-amerikanische Presidents‘ Day in seiner heutigen Form aus dem Nationalfeiertag Washington’s Birthday hervorgegangen ist.

Washington’s Birthday als Ursprung des Presindents‘  Day in den USA

Der Nationalfeiertag zu Ehren George Washingtons wurde ursprünglich 1879 durch ein Gesetz des Kongresses für Regierungsämter in Washington eingeführt und 1885 auf alle Bundesämter als gesetzlicher Feiertag ausgedehnt (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Washington’s Birthday ist der erste landesweite Ehrentag für einen amerikanischen Präsidenten, der ursprünglich nach dem gregorianischen Kalender immer auf den 22. Februar fiel. Gemäß der angelsächsischen Tradition entschied man sich hier dann auch für den Geburtstag des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten (siehe dazu auch die anderen Beiträge aus dem Kalender der kuriosen Geburtstage).

Der Uniform Monday Holiday Act von 1971 und die Einführung des Presidents‘ Day

Am 28. Juni 1968 beschloss die US-amerikanische Regierung allerdings, diesen gesetzlichen Feiertag auf den dritten Montag im Februar zu legen. Dieser Beschluss beinhaltete auch die Änderung des Namens zum President’s Day, mit dem das Leben und politische Wirken des 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln anlässlich seines Geburtstags am 12. Februar  geehrt werden sollte.

Je nach Bundesstaat fokussiert sich dieser Tag des Präsidenten entweder auf Washington, Lincoln und Washington oder das Schaffen weiterer US-Präsidenten, wobei sich die Bezeichnung President’s Day erst seit Mitte der 1980er Jahre durchgesetzt hat. In der offiziellen Gesetzgebung firmiert der dritte Montag im Februar allerdings immer noch als Washington’s Birthday (siehe dazu auch die Liste der weiterführenden Links unten).

Am 1. Januar 1971 trat diese Änderung dann in Kraft, wobei hier der sogenannte Uniform Monday Holiday Act eine entscheidende Rolle spielte. Laut dieser Regelung sollen die gesetzlichen Feiertage in den Vereinigten Staaten immer auf einen Montag fallen, um der Bevölkerung des Landes so ein verlängertes Wochenende zu ermöglichen (siehe dazu exemplarisch auch den Beitrag zum US-amerikanischen Martin Luther King Jr. Day am jeweils dritten Montag im Januar).

Wann feiern die US-Amerikaner den Presidents‘ Day?

Wie einleitend bereits angemerkt handelt es sich beim Presidents’s Day um einen Feiertag mit flexiblem Datum. Da der dritte Montag im Februar allerdings immer in den Zeitraum zwischen dem 15. und 21. Februar fällt, gibt es keine kalendarische Deckungsgleichheit mit ursprünglichen Termin am 22. Februar. Sprich George Washingtons eigentlicher Geburtstag und der Presidents‘ Day fallen niemals zusammen. Vor diesem Hintergrund ergeben sich in den kommenden zehn Jahren die folgenden Termine für den Presidents‘ Day:

  • 2020: Montag, 17. Februar
  • 2021: Montag, 15. Februar
  • 2022: Montag, 21. Februar
  • 2023: Montag, 20. Februar
  • 2024: Montag, 19. Februar
  • 2025: Montag, 17. Februar
  • 2026: Montag, 16. Februar
  • 2027: Montag, 15. Februar
  • 2028: Montag, 21. Februar
  • 2029: Montag, 19. Februar
  • 2030: Montag, 18. Februar

Bräuche und Traditionen zum US-amerikanischen Tag des Präsidenten

Was wäre ein Feiertag ohne eigene Bräuche und Traditionen? Richtig, kein Feiertag und dementsprechend haben sich im Laufe der Zeit auch für den US-amerikanischen Tag des Präsidenten eine ganze Reihe von Traditionen etabliert. Im Folgenden einige Beispiele:

Obwohl der President’s Day ein gesetzlicher Feiertag ist, obliegt es jedem Bundesstaat selbst, am jeweiligen Datum schulfrei zu geben. Sind die Schulen geöffnet, findet in der Regel aber kein regulärer Unterricht statt, sondern man nimmt das Thema dieses Ehrentages zum Anlass, kleinere Veranstaltungen oder Themenschwerpunkte zu Ehren der Präsidenten durchzuführen.

In George Washingtons Wahlheimat Virginia feiert man den President’s Day mit zahlreichreichen Veranstaltungen im gesamten Februar. Höhepunkt dieses Festmonats ist aber sicherlich die alljährliche Geburtstagsparade in der Altstadt von Alexandria, die mit ihren Motivwagen und Gruppen tausende von US-Amerikanerin anzieht.

Ein ebenfalls beliebtes Besuchsziel im Februar ist das Landgut Mount Vernon am Potomac River. Immerhin haben Washington und seine Frau auf diesem Anwesen über 40 Jahre gelebt und die Betreiber der Anlage haben es in ein lebendiges Museum verwandelt, dass seinen Besuchern einen guten Eindruck des Lebens im 18. Jahrhundert vermittelt.

Natürlich darf bei einem verlängerten Wochenende in den USA auch das entsprechende Einkaufserlebnis nicht fehlen. So nutzen inzwischen viele Einkaufszentren und Geschäfte diesen Anlass, um die Kunden mit Rabatten und Sonderangeboten zu locken. Für die Angestellten der Geschäfte natürlich keine sehr erfreuliche Entwicklung, die allerdings erst seit den 1980er Jahren eingesetzt hat.

In diesem Sinne: Euch allen einen entspannten Presidents‘ Day. Egal ob in den Vereinigten Staaten, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt.

Weitere Informationen und Quellen zum US-amerikanischen Tag des Präsidenten