Tag des Erdnusskrokant in den USA – der amerikanische National Peanut Brittle Day

Während die Australier den heutigen 26. Januar als ihren Nationalfeiertag begehen, liefert der Rahmenkalender unserer US-amerikanischen Nachbarn einen weiteren Beitrag aus der Kategorie der kulinarischen Feiertage. Denn dieses Datum wird in den Vereinigten Staaten als sogenannter Tag des Erdnusskrokant (engl. National Peanut Brittle Day) gefeiert. Grund genug, ihn mit in die Sammlung der kuriosen Feiertage aus aller Welt aufzunehmen und seine Geschichte im vorliegenden Beitrag zu erzählen. Warum feiern wir heute also die Kombination aus Krokant und Erdnüssen?

Kuriose Feiertage 26. Januar Tag des Erdnusskrokant in den USA – der amerikanische National Peanut Brittle Day (c) 2016 Sven Giese-1

26. Januar Tag des Erdnusskrokant in den USA – der amerikanische National Peanut Brittle Day (c) 2016 Sven Giese-1

Wer hat den National Peanut Brittle Day ins Leben gerufen?

Alle sprechen drüber, niemand will es gewesen sein. 😉 Wie bei so vielen anderen kulinarischen Feiertagen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gilt leider auch im Falle des National Peanut Brittle Day, dass völlig unklar ist, von wem er ins Leben gerufen wurde, seit wann er gefeiert wird und warum sich sein(e) Erfinder ausgerechnet für das Datum des heutigen 26. Januar entschieden haben. Mit dem oben bereits genannten Australia Day scheint es jedenfalls nichts zu tun zu haben.

Demgegenüber fällt dann natürlich die inhaltliche Nähe zu thematisch verwandten Nuss-Feiertagen wie z.B. dem Tag der Erdnussbutter (engl. National Peanut Butter Day) am 24. Januar, dem Tag der Mandel (engl. National Almond Day) am 16. Februar, dem Tag der der Pistazie (engl. National Pistachio Day) am 26. Februar, dem Tag der Pekannuss (engl. National Pecan Day) am 14. April, dem Tag der Walnuss (engl. National Walnut Day) am 17. Mai, dem Nimm-Dir-ein-paar-Nüsse-Tag (engl. National Grab Some Nuts Day) am 3. August oder dem Erdnusstag (engl. National Peanut Day) am 13. September auf.

Eine kleine Kulturgeschichte des Erdnusskrokant

Wie immer, wenn die Quellenlage eines kuriosen Feiertages eher mau aussieht, tut man gut daran, sich auf die vorhandenen Fakten seines Anlasses bzw. Gegenstandes zu fokussieren. Im vorliegenden Falle also das Erdnusskrokant. Beginnen wir zunächst mit der Herstellung, die in Deutschland in der sogenannten Zuckerverordnung (ZVO) geregelt wird. Damit haben die Amis aber nichts am Hut.

Zwar erfreuen sich in den USA nach wie vor zahlreiche Krokantrezepte für den Hausgebrauch, faktisch stammt ein Großteil des Konfekts aus gehackten Nüssen, Butter und karamellisiertem Zucker aber in den meisten Ländern aus industrieller Fertigung. Bei dieser wird der Krokant als Mischung aus karamellisiertem Zucker in Kombination mit Polyolen und Samenkernen (Mandeln oder Nüsse) definiert, wobei die Kerne nach den Leitsätzen für Ölsamen behandelt werden. Dementsprechend müssen andere Samenkerne wie z.B. die Erdnuss bzw. das heute gefeierte Erdnusskrokant bei uns in Deutschland extra deklariert werden.

Wesentlich interessanter ist in diesem Zusammenhang aber die Frage, wie der Erdnusskrokant eigentlich entstanden ist. Darf man einer US-amerikanischen (Küchen-)Legende glauben, so war die Entdeckung dieses Konfekts eigentlich ein Unfall und die Geschichte dazu, geht in etwa so: Eine Frau aus den Südstaaten der Vereinigten Staaten soll beim Herstellen von Toffees anstatt der Cream of Tartar (Backtriebmittel vergleichbar mit dem Backpulver oder Sahnesteif) Speisesoda verwendet haben und so eher zufällig auf das Erdnusskrokant gestoßen sein.

Den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte vermag ich aus heutiger Distanz aber nicht mehr nachvollziehen. Aber wie dem auch sei, lecker ist das Zeug auf jeden Fall.

Weitere Informationen zum US-amerikanischen Tag des Erdnusskrokants

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Autor: Sven Giese

Angesichts des Chaos in der Welt, gegen den Optimismus, der zerplatzt ist, bleibt nur die Aufgabe, den Garten zu bestellen. Dies ist ein solcher Garten. :-) Andere Gartenarbeiten von mir gibt es auch auf: Facebook, Google+ und Twitter.

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