Scrabble-Tag – der amerikanische National Scrabble Day

Der 13. April steht im Rahmenkalender der kuriosen Feiertage nicht nur für Ehrentag der Pflanze (engl. International Plant Appreciation Day), sondern wird von unseren US-amerikanischen Nachbarn auch als Scrabble-Tag (engl. National Scrabble Day) gefeiert. Spannende und interessante Geschichte, die es lohnt im Rahmen der vorliegenden Sammlung kurioser Welttage zu erzählen. Um was also geht es beim heutigen Scrabble-Tag?

Kuriose Feiertage - 13. April - Scrabble-Tag – der amerikanische National Scrabble Day - 1 (c) 2015 Sven Giese

13. April – Scrabble-Tag – der amerikanische National Scrabble Day – 1 (c) 2015 Sven Giese

Happy Birthday Alfred Mosher Butts –Erfinder und geistiger Vater des Scrabble-Spiels

Auch wenn mit Blick auf den heutigen National Scrabble Day leider völlig unklar ist, von wem er ins Leben gerufen wurde und seit wann er gefeiert wird, lässt sich doch zumindest sehr genau bestimmen, warum sich sein(e) Erfinder ausgerechnet für das Datum des heutigen 13. Aprils entschieden haben. Denn dies ist zugleich der Geburtstag des Scrabble-Erfinders Alfred Mosher Butts (1899 – 1993).

Halten wir an dieser Stelle zunächst fest, dass dieser kuriose Feiertag damit zum einen die angelsächsische Tradition fortsetzt, Ehrentage auf den Geburtstag und nicht den Todestag einer Person zu legen. Zum anderen aber auch ganz wunderbar in die Reihe thematisch verwandter Feiertage passt. Exemplarisch sei dazu u.a. auf folgende spielerische Feiertage verwiesen:

Dies aber nur als einleitende Bemerkung und zurück zum Scrabble-Spiel.

Kuriose Feiertage - 13. April - Scrabble-Tag – der amerikanische National Scrabble Day - 2 (c) 2015 Sven Giese

13. April – Scrabble-Tag – der amerikanische National Scrabble Day – 2 (c) 2015 Sven Giese

Eine kurze Geschichte des Scrabble-Spiels

Scrabble wurde als Brettspiel für zwei bis vier Personen ursprünglich 1948 in den USA veröffentlicht. Im Rahmen des Spiels müssen die teilnehmenden Spieler aus zufällig gezogenen Buchstaben Wörter legen und dabei die verschiedenen Bonusfelder auf dem Spielbrett nutzen können. Für jeden Buchstaben bzw. jedes gebildete Wort erhält der Spieler dann je nach Wortlänge, Häufigkeit des Buchstabens und Schwierigkeit des Wortes entsprechende Punkte. Wie populär das Spiel ist, zeigt sich u.a. auch in dem Umstand, dass es seit seiner Veröffentlichung weltweit 50 Millionen Einheiten in mehr als 30 Sprachen verkauft wurde.

Aber bis zu diesem Erfolg war es ein langer Weg. So war Alfred Mosher Butts zuvor mit einem Scrabble-Vorläufer namens Lexico aus dem Jahr 1931 glorreich gescheitert, denn das Spiel wurde 1933 sowohl vom US-amerikanischen Patentamt als auch den Spieleproduzenten Parker Brothers und Milton Bradley abgelehnt. 1938 veränderte er das Spielkonzept und näherte es dem heute bekannten Scrabble an. Da er nicht über die finanziellen Möglichkeiten zur Produktion des Spiels verfügte, kehrte er in seinen alten Beruf als Architekt zurück.

Dort wäre er wahrscheinlich auch geblieben bzw. die Welt hätte niemals etwas von Scrabble erfahren, wenn sich 1948 nicht der befreundete Anwalt James Brunot (1902 – 1984) und seine Ehefrau der Sache angenommen hätten. Brunot übernahm die Herstellungs- und Vertriebsrechte von Butts gegen Zahlung einer Provision pro verkauftem Spiel und erhielt schließlich am 1. Dezember 1948 das Patent für das Spiel zugesprochen. Obwohl Butts auch heute noch als der eigentliche Scrabble-Erfinder gilt, geht der Name tatsächlich auf Brunot zurück.

Dieser war es dann auch, der das Spiel am 16. Dezember 1948 unter dem Namen Scrabble beim Patentamt anmeldete. Man geht heute davon aus, dass in etwa in jedem dritten US-amerikanischen Haushalt ein Scrabble-Spiel vorhanden ist. Insofern verwundert es auch nicht, dass das Brettspiel 2004 in die National Toy Hall of Fame aufgenommen wurde.

Weitere Informationen zum Scrabble-Tag

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Autor: Sven Giese

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