Elm Farm Ollie Day – der Tag der fliegenden Milchkuh

Ok, eigentlich hatte ich ja gedacht, dass der 18. Februar mit dem Bericht über den heutigen Pluto-Tag abgeschlossen sei (…) aber wohl dem, der eine aufmerksame Leserschaft hat und auch auf diesem Wege Hinweise auf kuriose Feiertage bekommt. So heute geschehen auf der Facebook-Seite der kuriosen Feiertage, wo meine liebe Leserin Lisa-Natalie Simpson den Hinweis auf den US-amerikanischen Elm Farm Ollie Day (auch A Cow Milked While Flying In An Airplane Day), dem Tag der fliegenden Milchkuh, gegeben hat, der ebenfalls am 18. Februar gefeiert wird.Um was geht es bei diesem Tag der Kuh, die während eines Fluges gemolken wurde?

Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich bezieht sich dieser Tag auf ein historisches Ereignis aus dem Jahr 1930, genauer gesagt auf eben den 18. Februar 1930 (übrigens das identische Datum, an dem auch der Pluto entdeckt wurde), an dem die Kuh Elm Farm Ollie (auch bekannt unter dem Namen Nellie Jay oder später auch Sky Queen) während der International Air Exposition im US-amerikanischen St. Louis, Bundesstaat Missouri Geschichte schrieb. Alles nur Fake? Von wegen und somit Grund genug, der Sache hier auf den kuriosen Feiertagen einmal etwas ausführlicher nachzugehen, die darüber hinaus auch noch ganz hervorragend zu thematisch verwandten Aktionstagen wie dem Nationalen Tag der Luftfahrt in den USA (engl. National Aviation Day) am 19. August, dem Reite-den-Wind-Tag (engl. Ride the Wind Day) am 23. August oder dem Tag der Internationalen Zivilluftfahrt (engl. International Civil Aviation Day) am 7. Dezember passt.

Was haben eine Kuh und eine Luftfahrtausstellung gemeinsam?

Im Laufe der Menschheitsgeschichte sollen ja schon viele Dinge durch die Luft fliegen gesehen worden sein; eine fliegende Kuh, die dazu auch noch gemolken wird, bis zu besagtem 18. Februar allerdings noch nicht. Was war passiert? Die Initiatoren der Show hatten während dieser frühen Tage der bemannten Luftfahrt die Idee, die Guernsey-Kuh in eine Ford Trimotor zu stecken und während des Fluges von Bismarck, Missouri nach St. Louis (Distanz 72 Meilen) von dem Farmer Elsworth W. Bunce melken zu lassen. Die so gewonnene Milch wurde noch während des Fluges in 24 Viertelliter-Milchtüten abgefüllt und per Fallschirm über dem Gelände der International Air Exposition in St. Louis abgeworfen. Der lokalen Berichterstattung nach soll auch Charles Lindbergh eine dieser Milchtüten bekommen haben. Was auf den ersten Blick nach einer totalen Schnapsidee im Rahmen einer überdrehten Marketingkampagne klingt, hatte bei näherer Betrachtung eigentlich einen durchaus ernsthaften wissenschaftlichen Hintergrund. Denn man erhoffte sich von der fliegenden Kuh empirische Erkenntnisse über den Einfluss der luftigen Höhe auf Tiere zu gewinnen. Welche Erkenntnisse die Wissenschaftler hieraus ziehen konnten, scheint der Nachwelt aber nicht überliefert zu sein. Fakt ist aber, dass Elm Farm Ollie sich auch nach der Landung bester Gesundheit erfreute, die lokale Presse die Aktion als Triumph der bemannten (und bekuhten) Luftfahrt feierte und das Tier als erste Kuh, die während eines Fluges gemolken wurde, in die Geschichtsbücher einging.

Weitere Informationen zum Tag der fliegenden Milchkuh

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