Festivus

Es gibt inzwischen ja viele Varianten und Versuche, der Kommerzialisierung und religiösen Übersteigerung der Weihnachtszeit etwas entgegen zu setzen. Eine der originellsten ist sicherlich das am 23. Dezember von Fans der US-amerikanischen Sitcom Seinfeld gefeierte Festivus. Grund genug, dieses Anlass mit in die Liste der kuriosen Feiertage aus aller Welt aufzunehmen und seine Geschichte bzw. Hintergründe mit den folgenden Zeilen zu beleuchten.

Kuriose Feiertage - 23. Dezember - Festivus (c) 2016 Sven Giese-1
Kuriose Feiertage – 23. Dezember – Aluminiumstange und Pro-Festivus-Protestschild – Festivus (c) 2016 Sven Giese

Die Entstehungsgeschichte von Festivus

Wie eingangs erwähnt, wurde Festivus von dem amerikanischen Schriftsteller und Reader’s Digest Redakteur Dan O’Keefe erfunden, dessen Familie diesen kuriosen Feiertag erstmalig im Februar 1966 – also lange vor der Geburt seines Sohnes – feierte. Laut einem New York Times-Artikel aus dem Jahre 2004 war der Grund für dieses Datum der Jahrestag des ersten Dates von O’Keefe senior und seiner späteren Ehefrau Deborah. Die Idee für Festivus geht dabei auf ein amerikanisches Buch über kuriose Feiertage aus dem Jahr 1966 zurück, welches O’Keefe in die Hände bekommen hatte.

Während der 1970er Jahre entwickelte sich Festivus zu einer regelmäßigen Familientradition, bestärkt auch durch O’Keefes Recherchen für sein Buch Stolen Lightning (1983), einer soziologischen Studie darüber, wie Kulte, Astrologie und das Paranormale als Gegenbewegung zu gesellschaftlichen Normen und Erwartungen eingesetzt werden.

Obwohl O’Keefe in besagtem New York Times-Artikel darauf verweist, dass die Bezeichnung Festivus eher auf eine spontane Eingebung zurückging und er den Namen witzig fand, lassen sich hier einige etymologische Referenzen zum Feiertagsaspekt herstellen: Der englische Begriff festive (deutsch: festlich) leitet sich vom lateinischen Wort festivus ab, welches dann wiederum seine Wurzeln im Begriff festus hat, was sich mit fröhlich, feierlich bzw. Feiertag oder Festtag übersetzen lässt.

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Die Seinfeld-Episode The Strike

Auch wenn Festivus von der Familie O’Keefe ursprünglich im Februar bzw. später an einem beliebigen Tag zwischen Dezember und Mai begangen wurde, ist das offizielle Datum dieses Feiertages seit 1997 der 23. Dezember, dem Jahr, in dem Festivus erstmalig in der Seinfeld-Episode The Strike (Episode 10, Staffel 9 – Erstausstrahlung: 18. Dezember 1997) erwähnt und einem breiteren Publikum vorgestellt wurde.

Die Handlung dreht sich wesentlich um den Charakter Cosmo Kramer (Michael Richards), der seinen alten Job bei H&H Bagels wieder aufnimmt. Der Feiertag selbst wird aber bereits zu Beginn der Folge von Jerry Seinfeld (Jerry Seinfeld), George Costanza (Jason Alexander) und Elaine Benes (Julia Louis-Dreyfus) erwähnt:

Elaine: What?
George: Nothing. It’s a card from my dad.
Elaine: What is it? “Dear son, Happy Festivus”? What is Festivus?
George: It’s nothing.
Jerry: When George was growing up —
George: Jerry, NO!
Jerry: — his father hated all commercial and religious aspects of Christmas, so he made up his own holiday.
Elaine: Ohhhhh, and another piece of the puzzle falls into place.
George: Alright.
Jerry: And instead of a tree, didn’t your father put up an aluminum pole?
George: Alright, Jerry, stop it!
Jerry: And weren’t there always Feats of Strength that always ended up with you crying?
George: I can’t take it any more, I’m going to work! You happy now?!
(Quelle: The Strike. Seinfeld Scripts)

Als Kramer im Bagel Shop auf Frank Costanza (Jerry Stiller) trifft und dieser ihm von seiner Erfindung des Festivus als Alternative zu den kommerziellen und religiösen Aspekten von Weihnachten berichtet, ist Kramers Neugier geweckt und er will diese Tradition der Costanza-Familie wiederbeleben. Frank Costanza gibt folgendes Erlebnis als Grund bzw. Motivation für die Einführung dieser Weihnachtsalternative an:

Frank Costanza: Many Christmases ago, I went to buy a doll for my son. I reached for the last one they had, but so did another man. As I rained blows upon him, I realized there had to be another way.
Cosmo Kramer: What happened to the doll?
Frank Costanza: It was destroyed. But out of that a new holiday was born: a Festivus for the rest of us!
Kramer: That must have been some kind of doll.
Frank Costanza: She was.
(Quelle: The Strike. Seinfeld Scripts)

Die Fäden der Handlung laufen dann auch im Festivus-Feiertag zusammen: Um im Büro keine Weihnachtsgeschenke verteilen zu müssen, beginnt Franks Sohn George Spendenkarten für eine fiktive Wohltätigkeitsorganisation namens The Human Fund – Slogan: Money for the people – herzustellen. Als sein Boss, Mr. Kruger (Daniel von Bargen), George nach dem Verbleib eines $20.000-Cheques fragt, muss George den Schwindel eingestehen, begründet diesen aber mit der Angst vor den Konsequenzen seiner Weltanschauung. Er und seine Familie feierten anstatt Weihnachten eben Festivus. Allerdings glaubt Kruger seinem Angestellten Costanza kein Wort und begleitet ihn nach Hause, um die Feierlichkeiten zu Festivus mit eigenen Augen zu sehen.

Währenddessen lehnt der Manager von H&H Bagels Kramers Urlaubsantrag wegen Festivus ab, was diesen dazu bewegt, in den Streik zu treten und vor dem Bagel-Shop mit einem Schild für seine Forderung zu demonstrieren und alle Passanten vom Betreten des Ladens abzuhalten. Das Schild fordert: Festivus yes! Bagels no!

Am Ende der Episode kommen alle in Frank Costanzas Haus im New Yorker Stadtteil Queens zusammen, um dort Festivus zu feiern und auch Mr. Kruger kann sich von der Echtheit dieses kuriosen Feiertages überzeugen.

Tradition verpflichtet – Wie man Festivus feiert

Auch für Festivus gibt es eine Reihe von Bräuchen und Traditionen, ohne die dieser Feiertag nicht komplett ist. Happy Festivus ist der traditionelle Gruß an diesem kuriosen Feiertag, dessen Motto wie folgt lautet: A Festivus for the rest of us! Viele der in der Seinfeld-Episode gezeigten bzw. erwähnten Rituale tauchen auch in dem von Dan O‘Keefe erwähnten Buch über kuriose Feiertage auf.

Darüber hinaus scheint O’Keefe auch durch das Theaterstück Krapp’s Last Tape (1957) von Samuel Beckett inspiriert worden zu sein, dessen Protagonist sich selbst während verschiedener Lebensabschnitte auf Kassetten aufnimmt.

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Screenshot Google SERPs zur Suchanfrage: Festivus (Teilausschnitt)

Aber zurück zu Festivus: Neben dem Aufstellen des sogenannten Festivus Pole, ist es gute Tradition, während des gemeinsamen Essens seinem Ärger Luft zu machen (Airing of Grievances), indem man jedem der Anwesenden deutlich sagt, wodurch sie den Sprecher im letzten Jahr enttäuscht haben.

Im Anschluss an den verbalen Austausch wird es handfest, denn dann folgen die Feats of Strength (Heldentaten), in deren Rahmen das Familienoberhaupt oder der Haushaltsvorstand einen der anwesenden Gäste zum Wrestling herausfordert. Das Fest ist deshalb auch so lange nicht offiziell beendet, bis der Haushaltsvorstand erfolgreich mit beiden Schultern gepinnt wurde. Die amerikanische Sitcom erwähnt dann auch noch zwei Festivus Wunder (engl. Festivus Miracles), die allerdings nicht zwangsläufig Bestandteil der Tradition sind.

Sich auf das Wesentliche reduzieren – der Festivus Pole

In der TVEpisode beginnt die Festivus-Tradition der Costanza-Familie mit einer ungeschmückten Aluminiumstange, dem sogenannten Festivus Pole. Diese gilt als Ersatz für den üblichen Weihnachtsbaum und hat den Vorteil, dass keine störende Dekoration wie beispielsweise Lametta, Kerzen, Christbaumkugeln usw. vom eigentlichen Objekt ablenkt.

Laut Daniel O’Keefe war der Festivus Pole niemals Bestandteil der ursprünglichen Familientradition, sondern ginge vielmehr auf seinen Autoren-Kollegen Jeff Schaffer zurück. Tipp der Redaktion: Sollte eine solche Aluminiumstange gerade nicht zur Hand sein, kann man zur Not auch mehrere Getränkedosen aufeinander stapeln und stattdessen dann diesen Turm bestaunen und zelebrieren. Alternativ lässt sich auch ein Stock mit Alufolie umwickeln. Dies tut der ursprünglichen Bedeutung des Festivus Pole keinen Abbruch.

Das Festivus Dinner

In The Strike wird ein Festessen am Abend des 23. Dezember gezeigt, in dessen Verlauf zunächst das Airing of Grievances vollzogen wird. Während in der Seinfeld-Episode eine Art Hackbraten serviert wird, gab es im O’Keefe Haushalt Truthahn oder Schinken, zu denen als Nachtisch ein mit M&Ms dekorierter Pepperidge Farm Cake gereicht wurde. Weiterhin fällt auf, dass Alkohol in der TV-Serie keine Rolle spielt, obwohl George Costanzas Boss, Mr. Kruger, während des Dinners zu einem Flachmann greift.

Seinem Ärger Luft machen – Airing of Grievances

Das eigentliche Festivus beginnt dann mit dem sogenannten Airing of Grievances, bei dem alle Anwesenden ihrer Enttäuschung während des abgelaufenen Jahres über die anwesenden Gäste und die Welt im Allgemeinen Luft machen dürfen. Dies geschieht sofort nachdem das Essen aufgetischt wurde. In The Strike übernimmt dies Frank Costanza:

Frank Costanza: And at the Festivus dinner, you gather your family around, and tell them all the ways they have disappointed you over the past year!
Frank Costanza: The tradition of Festivus begins with the Airing of Grievances. I got a lot of problems with you people! And now, you’re gonna hear about it. You, Kruger. My son tells me your company stinks! You couldn’t smooth a silk sheet if you had a hot date with a babe…I lost my train of thought.
(Quelle: The Strike. Seinfeld Scripts)

Heldentaten – die Feats of Strength

Die Feats of Strength sind dann der mehr oder weniger abschließende Teil von Festivus und folgen direkt nach dem – bei Seinfeld schon während des – des Festivus Dinner. Das Familienoberhaupt fordert hier eine der anwesenden Personen zu einem Wrestling Match heraus. Zwar kann der Herausgeforderte ablehnen, wenn er anderweitig beschäftigt ist (wie z. B. Cosmo Kramer in The Strike), jedoch besagt die Tradition der Costanza-Familie auch, dass Festivus erst dann vorbei ist, wenn das Familienoberhaupt mit beiden Schultern auf dem Boden gepinnt wird.

Kuriose Feiertage - 23. Dezember - Festivus - 2
Screenshot Google SERPS zur Suchanfrage: Festivus (Teilausschnitt)

In diesem Sinne: A Festivus for the rest of us. Und wer damit nichts am Hut hat, kann den heutigen 23. Dezember natürlich auch als mexikanische Nacht der Radieschen (span. Noche de Rábanos) oder den US-amerikanischen Tag der Pfeffernüsse (engl. National Pfeffernuesse Day) feiern.

Weitere Informationen zu Festivus am 23. Dezember

Affentag – der internationale Monkey Day

Der 14. Dezember bietet im Rahmenkalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt eine thematische Abwechslung zu den zahlreichen vorweihnachtlichen Anlässen. Zumindest wenn es nach dem US-amerikanischen Kunststudenten Casey Sorrow geht, der dieses Datum 2000 zum internationalen Affentag bzw. Tag der Affen (engl. Monkey Day) erklärt hat. Grund genug, diesen Anlass mit in die Sammlung der kuriosen Welttage aufzunehmen und seine Geschichte mit den folgenden Zeilen zu erzählen.

Kuriose Feiertage - 14. Dezember - Affentag - der internationale Monkey Day (c) 2016 Sven Giese-1
Kuriose Feiertage – 14. Dezember – Affentag – der internationale Monkey Day (c) 2016 Sven Giese-1

Von Affen, Primaten, Halbaffen und Menschenaffen

Welche berühmten Affen fallen Euch auf Anhieb ein? Wir starten mal einen Versuch:  Donkey Kong, der Schimpanse Cheeta aus den Tarzan-Filmen, King Loui aus dem Dschungelbuch,  King Kong – um nur einige zu nennen.

Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie aus Sicht der Wissenschaft zur biologischen Ordnung der Primaten, zu denen auch Halbaffen, Menschenaffen und auch wir Menschen zählen. Insofern haben wir es hier mit uns biologisch gesehen nahen Verwandten zu tun. Folgende Merkmale sind bezeichnend für diese Säugetiere:

  • Das Gehirn ist im Vergleich zu anderen Säugetieren relativ groß.
  • Das Sehvermögen ist hochentwickelt und erlaubt eine Tiefenwahrnehmung.
  • Der Geruchssinn ist unspezialisiert und bei tagaktiven Primaten reduziert, bei nachtaktiven aber stark ausgeprägt
  • Außer dem Menschen besitzen alle einen opponierbaren Zeh und Hände, die zum Greifen geeignet sind.
  • Primaten haben Fingerabdrücke und meist flache Nägel an Händen und Füßen.
  • Die Hinterbeine sind in Bezug auf die Fortbewegung dominant. Ausnahme bilden hier die Gibbons.
  • Die Tragezeit des Nachwuchses ist immer relativ lang, die Wurfgröße klein, Schwangerschaft und Abstillen dauern länger als bei anderen Säugetieren mit vergleichbarer Größe.
  • Die Backenzähne sind relativ unspezialisiert, das Gebiss besteht aus zwei Schneidezähnen sowie einem Eckzahn und drei Prämolaren an jeder Seite.

Die meisten Affen leben in tropischen und subtropischen Regionen auf dem amerikanischen Kontinent, Afrika und Asien, der Lebensraum sind vorwiegend Wälder. Die Größe variiert stark – so ist ein Zwergseidenäffchen lediglich 100 Gramm leicht, ein Gorilla kann dagegen schon mal bis zu 1,75 Meter hoch und 200 Kilogramm schwer werden.

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Kuriose Feiertage – 14. Dezember – Monkey Day – (c) Alexa Koth

Wer hat den Monkey Day ins Leben gerufen?

Im Gegensatz zu vielen anderen der hier versammelten Feier- und Aktionstage sind die Ursprünge des Monkey Day – auch über die offizielle Website – relativ gut dokumentiert (siehe dazu auch die Liste weiterführender Links unten).

Wie eingangs bereits angedeutet geht die Initiative für den heutigen Tag der Affen auf den US-amerikanischen Kunststudenten Casey Sorrow zurück, der scherzhaft im Jahr 2000 besagten Monkey Day in den Kalender eines Freundes kritzelte. Auch wenn die Wahl des Datums dabei eher willkürlich erscheint, kann Sorrow auf einen nachhaltigen, internationalen Erfolg verweisen.

Beispiel gefällig? Kein Problem. Als am 14. Dezember 2005 die King Kong-Neuverfilmung des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson ins Kino kam, war dieses Datum kein Zufall, sondern eine deutliche Referenz an den heutigen kuriosen Feiertag.

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Kuriose Feiertage – 14. Dezember – Monkey Day – (c) Alexa Koth

Ziele und Intention – Was hat es mit dem Tag der Affen auf sich?

Der Monkey Day soll eine jährliche Feier der Affen sein – sozusagen ein Festival der Primaten, bei dem auch der Mensch die Gelegenheit hat, sich wie seine biologisch nächsten Verwandten zu verhalten: wie ein Affe schreien, andere Personen mit Exkrementen bewerfen, mit Freunden oder der Familie „abhängen“, und zufrieden beim gegenseitigen Lausen grunzen.

Ahh, das Affenleben ist wahrlich ein großer Spaß (…) obwohl: die Sache mit den Exkrementen sollte man sich dann vielleicht doch noch mal genauer überlegen. So weisen auch die Macher der offiziellen Website zum Monkey Day ausdrücklich darauf hin, dass sie dieses Verhalten in keinster Weise befürworten oder empfehlen.

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Kuriose Feiertage – 14. Dezember – Monkey Day -(c) Alberto Kissenkötter

Acht ultimative Tipps, wie man den Monkey Day feiern kann

Es gibt diverse Möglichkeiten, den heutigen kuriosen Feiertag zu begehen. In erster Linie soll aber natürlich auf die Belange von Affen sowie auf die Evolution und Tierrechte aufmerksam gemacht werden. Des Weiteren kann man die Aktion auch mit einer gehörigen Portion Humor und Spaß angehen:

  1. Sich als Affe verkleiden und sich wie einer verhalten – allerdings ohne die Sache mit den Exkrementen ;-) (s.o.).
  2. Die Filme King Kong oder Planet der Affen anschauen.
  3. Auf das Empire State Building in Manhattan gehen und sich wie King Kong fühlen.
  4. Ein Besuch bei den Affen im hiesigen Zoo.
  5. Etwas zum Erhalt der bedrohten Lebensräume der Affen spenden.
  6. Eine Runde Donkey Kong spielen.
  7. Einem Kreationisten einen schönen Monkey Day wünschen.
  8. Den Tag mit dem King Louie-Song aus Disneys Dschungelbuch beginnen.
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Kuriose Feiertage – 14. Dezember – Monkey Day – (c) Uwe Kossmann

An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön an: Alexa Koth, Alberto Kissenkötter, Manuela David, Amelie Conrad, Dominik Pollozek, Markus Schlösser, Constantin Holz, Janaina Roberta Maretti und Uwe Kossmann. Vielen Dank, dass Ihr in Euren Archiven gewühlt und die Fotos für das Blog und unser Facebook-Album zur Verfügung gestellt habt. :)

Und wer nichts damit anzufangen vermag, für den/die bietet der 14. Dezember mit dem Tag der heißen Maronen (engl. Roast Chestnuts Day) mindestens noch eine kalendarische Alternative.

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Monkey Day.

Weitere Informationen zu Casey Sorrows Tag des Affen

Tag der Internationalen Zivilluftfahrt – International Civil Aviation Day

Und wieder ein kurioser Feiertag zum Thema Luftfahrt und Fliegerei. Denn am 7. Dezember wird der Tag der internationalen Zivilluftfahrt (engl. International Civil Aviation Day) gefeiert. Um was geht es beim heutigen Ehrentag der zivilen Luftfahrt?

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Eine kurze Geschichte International Civil Aviation Day

Ins Leben gerufen wurde dieser Gedenktag von den Vereinten Nationen (UNO) und der International Civil Aviation Organization (ICAO) im Jahr 1993. Erstmalig gefeiert wurde der Tag der internationalen Zivilluftfahrt allerdings erst im folgenden Jahr, so dass der 7. Dezember 1994 als der erste International Civil Aviation Day in den Geschichtsbüchern steht. Passt inhaltlich natürlich ganz hervorragend zu den folgenden exemplarischen Terminen:

Ziel und Begründung für diesen Gedenktag ist es, weltweit ein Bewusstsein für die Bedeutung der Zivilluftfahrt und ihre Rolle sowohl für die soziale als auch wirtschaftliche Entwicklung der Staaten zu schaffen. Darüber hinaus soll hiermit auch an die tragende Rolle der ICAO bei der Förderung des internationalen Luftverkehrs erinnert werden.

Kuriose Feiertage - 7.Dezember - Tag der Zivilluftfahrt-5Die ICAO begründet bzw. beschreibt den Grund für diesen Gedenktag wie folgt:

“International Civil Aviation Day was established in 1994 by ICAO, through Assembly Resolution A29-1, to mark the50th anniversaryof the Organization, created on 7 December 1944. In 1996, pursuant to an ICAO initiative and with the assistance of the Canadian Government, the United Nations General Assembly by resolution officially recognized7 Decemberas International Civil Aviation Day and listed it as an official UN day. The purpose of the global celebration is to generate and reinforce worldwide awareness of the importance of international civil aviation in the social and economic development of States, and of the role of ICAO in promoting the safety, efficiency and regularity of international air transport.”

(Quelle: ICAO-Seite zum International Civil Aviation Day)

Das Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt

Dementsprechend geht das Datum auf den Gründungstag der ICAO zurück, die am 7. Dezember 1944 das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt – das sogenannte Chicagoer Abkommen – beschloss, welches von 52 Staaten unterzeichnet wurde und auch heute noch als Grundlage des internationalen Luftfahrtrechts auf völkerrechtlicher Basis bildet.

Kuriose Feiertage - 7.Dezember - Tag der Zivilluftfahrt-2Eine Besonderheit dieses Abkommens liegt darin, dass es sich explizit auf den privaten, kommerziellen und nichtkommerziellen Luftverkehr bezieht und nicht auf die staatliche bzw. militärische Luftfahrt anwendbar ist. Geregelt werden mit diesem Abkommen u.a. die Erhebung von Gebühren, die Lizenzierung des Flugpersonals, Normen für Flugplätze. Navigationseinrichtungen und Sprechfunkverfahren usw.

Kuriose Feiertage - 7.Dezember - Tag der Zivilluftfahrt-7

Und wer nicht damit anzufangen vermag, für den/die bietet der heutige 7. Dezember mit dem US-amerikanischen Tag der Zuckerwatte (engl. National Cotton Candy Day) mindestens noch eine weitere kalendarische Alternative. :)

Abschließend noch herzlichen Dank an den Luftfahrtsachverständigen Dietmar Giese, der uns die tollen Flugzeugbilder zur Verfügung gestellt hat. Wohl dem, der aus einer Fliegerfamilie kommt. :)

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen Tag der Internationalen Zivilluftfahrt

Weitere Informationen zum International Civil Aviation Day

Kuriose Feiertage - 7.Dezember - Tag der Zivilluftfahrt-1
Credits: (c) Fotos: Dietmar Giese 2011-2012