Super Mario Tag – ein Feiertag zu Ehren des Nintendo-Charakters

Und weiter geht es auf den kuriosen Feiertagen mit der Kategorie Ehrentage für fiktive Charaktere bzw. Spielzeuge. Gab es am gestrigen 9. März noch Barbies Geburtstag zu feiern, steht der heutige 10. März mit dem sogenannten Mario Tag (engl. Mario Day) ganz im Zeichen der Computerspielcharakters Mario aus dem Hause Nintendo. Bevor wir an dieser Stelle näher auf die Figur und ihre Hintergründe eingehen, zunächst noch der Hinweis auf die Wahl des Datums, die im Gegensatz zu vielen anderen kuriosen Feiertagen nämlich durchaus begründet ist. Ähnlich dem Pi-Tag (14. März) spielt der 10. März auf die amerikanische Datumsschreibweise an, welches diesen Tag  in verkürzter Schreibweise u.a. als MAR, 10 (alternativ: MAR.10 oder MAR/10) führt.

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von User:Pradeepkulasekaran (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Die Ähnlichkeit zum Namen Mario ist – vor allem wenn man berücksichtigt, dass die 1 in der amerikanischen Schreibweise als I geführt wird – daher evident. Zwar ist in diesem Zusammenhang nicht ganz klar, seit wann dieser Ehrentag für die Nintendo-Figur begangen wird, aber man liegt mit der Annahme sicherlich nicht falsch, dass hier Fans der Mario-Computerspiele als Initiatoren genannt werden können.

Eine kurze Geschichte des digitalen Klempners Mario

Die Figur Mario bzw. Super Mario (jap. スーパーマリオ, Sūpā Mario) gilt als die ausnahmslos populärste Videospielfigur und Maskottchen des japanischen Spiele- und Konsolenherstellers Nintendo. Dementsprechend taucht Mario fast ausschließlich auch nur in Spielen für die Nintendo-Konsolen auf. Was also kennzeichnet Mario aus? Beginnen wir mit seinem Erscheinungsbild: Zunächst handelt es sich hierbei um eine etwas zu klein gewachsenen und leicht übergewichtig erscheinende männliche Figur, deren dauerhafte Kleidung aus einer blauen Latzhose, einem rotem Hemd und einer im gleichen Rotton gehaltener Schirmmütze (die bei näherem Hinsehen ein M-Symbol ziert) besteht. Marios italo-amerikanische Herkunft wird dabei nicht nur durch seinen Namen, sondern zum einen durch einen üppigen Schnauzbart (Anmerkung des Verfassers: Die diesbezügliche Ähnlichkeit zum deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche ist irgendwie auch nicht von der Hand zu weisen), eine dicke Knollnase sowie typische Aussprüche wie „Mamma mia“ oder „It’s-a-me, Mario“ unterstrichen. Eingeführt wurde die Figur 1981 im Rahmen des äußerst erfolgreichen Arcade-Spiels Donkey Kong. Zwar hieß er hier zunächst noch Jumpman, trug leicht andere Farben und ging laut Auskunft seines Erfinders Shigeru Miyamoto bzw. der Hintergrundstory des Spiels dem Beruf eines Zimmermanns nach, die wesentlichen äußerlichen Merkmale waren im Kern jedoch schon vorhanden.

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von William Tung from USA [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Technische Limitierung führt zum markanten Aussehen

Das zuvor skizzierte Aussehen der Figur geht aber nicht allein auf die Fantasie des Mario-Erfinders zurück, sondern hatte seinen Grund in den technischen Begrenzungen der damals vorhandenen Hardware, die 1981 nur eine grafische Auflösung von 16×16 Pixeln für die Figur erlaubten. Dementsprechend war für die Programmierer der Schnurrbart, der zugleich eine optische Begrenzung der dicken Nase bildete, wesentlich einfacher darzustellen als der Mund. Ähnlich verhielt es sich mit der Kappe, durch deren Einsatz man auf eine Animation von Marios Haaren, wenn die Figur sprang, verzichten konnte und der Wahl des Overalls als Kleidungsstück, durch den die Bewegung des Körpers und der Arme leichter zu erkennen war. Darüber hinaus bildete die bunte Kleidung einen deutlichen Kontrast zum dunklen Hintergrund des Spiels. Wie eingangs erwähnt trug Super Mario seinen Namen nicht von Anfang an.

So sollte sich der ursprüngliche Name Jumpman nicht lange halten und wurde auf Vorschlag des damaligen Nintendo of America Präsidenten Minoru Arakawa in Mario geändert. Arakanawa soll sich bei dieser Namensidee auf die Ähnlichkeit zwischen der Spielfigur und dem italo-amerikansichen Vermieter des damaligen Vermieter des Nintendo-Firmensitzes in den USA, Mario Segal, bezogen haben. In diese Zeit fällt auch Marios Berufswechsel, denn ein Kollege Miyamotos wies den Entwickler darauf hin, dass seine Figur eher wie ein Klempner anstatt wie ein Zimmermann wirke. Entsprechend wurde dies fortan in die Hintergrundgeschichte der Figur mit aufgenommen. 1983 tauchte Mario dann erstmals auch offiziell in seinem heutigen Erscheinungsbild (blaue Hose und rotes Hemd) und als Namensgeber im Nintendo-Arcadespiel Mario Bros auf. Und trotz immer leistungsfähigerer Hardware hat er seine wesentlichen Erscheinungsmerkmale bis heute behalten.

Weitere Informationen zum Mario Tag am 10. März

Mit insgesamt über 295 Millionen verkauften Spieleeinheiten gilt das Super Mario Franchise als eine der erfolgreichsten Videospielreihen weltweit und die Figur des Klempners Mario erfreut sich unter Gamern nach wie vor großer Beliebtheit. Nicht umsonst wurde er 2005 als einer der ersten Videospielcharaktere überhaupt mit einem eigenen Stern auf dem sogenannten Walk of Game in San Francisco geehrt.

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Autor: Sven Giese

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