Tag des Igels – der amerikanische Hedgehog Day

Während unsere nordamerikanischen Nachbarn den 2. Februar als den Murmeltiertag bzw. Tag des Murmeltiers (engl. Groundhog Day) feiern und der Rest der Welt den Welttag der Feuchtgebiete (engl. World Wetlands Day) begeht, darf im Rahmenkalender der kuriosen Feiertage ein weiterer Ehrentag natürlich nicht fehlen. Dieser ist sozusagen der historische Vorläufer des Murmeltiertages, denn exakt dieses Datum wurde in der römischen Antike auch als der Tag des Igels gefeiert und firmiert in den USA heute als sogenannter Hedgehog Day. Grund genug, seine Geschichte im Rahmen der kalendarischen Kuriositäten und kurioser Welttage etwas ausführlicher zu erzählen. Um was geht es also dabei?

Kuriose Feiertage - 2. Februar - Tag des Igels – der amerikanische Hedgehog Day - 1 (c) 2015 Sven Giese

2. Februar – Tag des Igels – der amerikanische Hedgehog Day – 1 (c) 2015 Sven Giese

Über die historischen Ursprünge des Ehrentags des Igels

Natürlich ist aus heutiger Sicht nicht mehr ganz nachvollziehbar, von wem dieser Ehrentag des Igels ins Leben gerufen wurde und seit wann genau er begangen wird, jedoch ist davon auszugehen, dass der Ursprung des in den christlichen Kirchen als Lichtmess und im Neuheidentum als Imbolg gefeierten Datums des 2. Februars seine Ursprünge in den keltischen Feiern zur Mitte zwischen Wintersonnenwende und Frühjahrstagundnachtgleiche hatte (siehe dazu auch den Tag der Crepes in Frankreich (franz. La Fête des Crêpes oder La Chandeleur), der ebenfalls diesen Bezug aufweist).

Diese Feierlichkeiten finden sich dann auch im Rahmenkalender des römischen Reiches wieder – hier allerdings um den Aspekt des Tierorakels für das anstehende Wetter ergänzt. Anstelle des Murmeltiers wurde im antiken Rom allerdings der in Europa wesentlich stärker verbreitete Igel (lat. Erinaceidae) genommen. Soweit die (historische) Überlieferung. Interessante bzw. kuriose (popkulturelle) Randnotiz: Am 2. Februar 1994 veröffentliche Sega das Computerspiel Sonic the Hedgehog 3 auf dem US-amerikanischen Markt. M

Darüber hinaus kann ich mich an dieser Stelle aber auch nicht des Eindrucks erwehren, dass der Tag des Igels inzwischen auch von zahlreichen US-amerikanischen Tierschützern dazu verwendet wird, sich für die Belange der kleinen, stacheligen Säugetiere einzusetzen. Richtig so, wenn Ihr mich fragt. 🙂

Einige Daten rund um den Igel und 4 Tipps zu ihrem Schutz

Die Igel bilden mit ca. 25 Arten eine eigen Familie von Säugetieren, die sich in zwei sehr verschiedene Unterfamilien aufteilen die Stacheligel (lat. Erinaceinae) und die stachellosen Ratten- oder Haarigel (lat. Galericinae). In Europa sind ihre bekanntesten Vertreter die Braunbrustigel (lat. Erinaceus europaeus) und der Nördliche Weißbrustigel (lat. Erinaceus roumanicus). Diese werden wohl auch bei den Feierlichkeiten im antiken Rom eine zentrale Rolle gespielt haben. Darüber kennt man Igel aber auch in Eurasien und Afrika.

  • Entgegen der weit verbreiteten Mär, wild lebenden Igeln Milch und/oder Brot anzubieten, sollte man den stacheligen Vierbeinern liebe etwas Hunde- bzw. Katzenfutter anbieten. Das bekommt ihnen wesentlich besser.
  • Gartenteichbesitzer sollten Igeln immer die Möglichkeit eines Fluchtweges ermöglichen. Also bitte nicht alles zubauen.
  • Das gilt auch für Gartenbesitzer im Allgemeinen. Kleine Lücken und Öffnungen im Mauern und Zäunen sind perfekt für Igel und ermöglichen ihnen eine freie Bewegung. Keine Sorge, von selbst machen sie nichts kaputt. Oder hat jemand schon mal von einer Igelplage gehört?
  • Wer im Garten ein offenes Feuer mit Laub und Holzscheiten machen möchte, sollte vor dem Entzünden unbedingt nachschauen, ob sich darunter nicht ein Igel versteckt. Die Tiere lieben solche Orte als natürlichen Schutz.

Weitere Informationen zum Tag des Igels

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Autor: Sven Giese

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